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Museen sind keine Litfaßsäulen
02.06.2010 / 13:35. Die Hamburger FDP kritisiert, dass die eingerüstete Fassade des Deichtorhallen-Museums für kulturfremde Werbung missbraucht wird.„Die beste Werbung für Kultur ist doch eigentlich die Einrichtung selbst und das, was dort passiert. Wenn nun große Handelsmarken die Schauseite einer bedeutenden Hamburger Kultureinrichtung für Werbebanner nutzen, ist der Vorrang der Kunst an ihrem eigenen Ort in Gefahr. Langfristig leidet so die Positionierung und damit auch der Grad der Eigenfinanzierung aus Eintrittsgeldern und Sponsoring-Leistungen”, so Dr. Anna Gosche, kulturpolitische Sprecherin der Hamburger Liberalen.
Die Vermarktungsagentur BlowUp verlangt pro Monat und Werbeanbringung an dieser exponierten Stelle 69.000 Euro. „Wenn das Schule macht, dann bauen wir bald um alle defizitären, städtischen Einrichtungen in guter Lage ein Gerüst und hängen Plakate auf. Vielleicht sollte vom Rathaus selbst ein Werbebanner der HSH Nordbank wehen!”
Wenn schon Markenwerbung an Kultureinrichtungen, dann in Verbindung mit Werbung für die Kultur selbst, wie es beispielhaft an der Elbphilharmonie demonstriert wird. Dort wirbt auch der NDR mit sechsstelligen Beträgen für sein Orchester. „Allerdings kommt das Geld aus Rundfunkgebühren”, wie Dr. Gosche anmerkt.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: FDP Landesverband Hamburg.

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