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Staatsministerium Baden-Württemberg
Ministerpräsidenten Beck und Mappus: "Zusammen für den Erhalt und die Pflege der Grabstätten jüdischer Deportierter in Südfrankreich sorgen"
21.09.2010 / 13:26. "Die Gräber der Deportierten erinnern die Lebenden an die Vergangenheit und konfrontieren sie mit den Folgen von Krieg und Gewalt. Sie sind damit zugleich eindrucksvolle Mahnmale für den Frieden. Aus diesem Grund ist es auch für uns besonders schmerzhaft, dass einige Grabstätten der Deportationsopfer, die außerhalb von Gurs in Frankreich bestattet sind, von Verfall und Einebnung bedroht sind", sagten die Ministerpräsidenten Stefan Mappus und Kurt Beck anlässlich der gemeinsamen Kabinettssitzung der Landesregierungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz heute (21. September 2010) in Herxheim-Hayna. Die beiden Länder beschäftigten sich in ihrer gemeinsamen Sitzung u. a. mit dem Schicksal von knapp 6.500 jüdischen Menschen, die am 22. und 23. Oktober 1940 aus den damaligen Gauen Baden und der Saarpfalz in ein Internierungslager nach Gurs, Südfrankreich, deportiert wurden. Etwa 2.000 dieser Deportierten starben im Lager auf Grund der dort herrschenden katastrophalen Lebensbedingungen. Die Mehrheit der Opfer wurde auf dem zentralen Deportiertenfriedhof, einige jedoch auf kommunalen Friedhöfen in ganz Südfrankreich bestattet. "Die Gräber außerhalb von Gurs sind teilweise in einem sehr schlechten Zustand, einige wurden bereits infolge des Ablaufs der für sie geltenden Konzessionsfristen eingeebnet", erklärten die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen und der baden-württembergische Minister im Staatsministerium Helmut Rau. "Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind sich ihrer besonderen historischen Verantwortung gegenüber den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und ihrer Nachkommen bewusst. Die Landesregierungen haben sich deswegen dazu entschlossen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, damit die Erhaltung und Pflege der Grabstätten aller Deportierten nach Gurs dauerhaft sichergestellt werden kann."Am 24. Oktober 2010 findet aus Anlass des 70. Jahrestags der Deportation eine große Gedenkveranstaltung in Gurs statt, an der Regierungsvertreter aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz teilnehmen werden.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Staatsministerium Baden-Württemberg.

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