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Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein
Ministerpräsident Carstensen in der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften in Rom
04.05.2010 / 16:20. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hat mehr öffentlichen Druck bei der Beantwortung der Zukunftsfragen zu Klimawandel, Energieversorgung und Ernährung der Weltbevölkerung gefordert. Der Regierungschef sprach dazu heute (4. Mai) am Schlusstag der Plenartagung in der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften in Rom. "Ich empfinde es als große Ehre und Freude, hier zu sprechen. Die Sicherung der Welternährung und die Verhinderung der Klimakatastrophe sind zentrale und existenzielle Herausforderungen an die Weltgemeinschaft", sagte Carstensen in Rom. Er war auf Einladung von Bischof Marcelo Sánchez Sorondo, dem Kanzler der Päpstlichen Akademie, zu Gast im Vatikan. Der Bischof hatte Carstensen im Dezember 2009 in Schleswig-Holstein besucht. Schon damals standen die Themen Erneuerbare Energien und Sicherung der Welternähung im Mittelpunkt.Carstensen warb in Rom dafür, die Agrar- und Ernährungspolitik in der Entwicklungszusammenarbeit nicht länger zu vernachlässigen. Außerdem müsse die Forschung bei den Erneuerbaren Energien ausgebaut werden. "Unser Ziel muss es sein, Wind und Sonne zu verlässlichen Energiequellen zu machen", sagte er. So solle in Schleswig-Holstein schon in zehn Jahren der gesamte Stromverbrauch rechnerisch aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden.
In dieser Diskussion müssten auch Antworten auf die globalen Ernährungs- und Energiefragen miteinander in Einklang gebracht werden. "Wir haben eine ethische und moralische Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass die derzeitige und zukünftige weltweite Produktion von Nahrungsmitteln für alle Menschen auf der Welt ausreicht", sagte der Regierungschef. Jeder Mensch müsse zu vertretbaren Kosten Zugang zu Nahrung, Trinkwasser und Energie haben. "Wir müssen dafür Sorge tragen, diese Güter gerecht zu verteilen. Ebenso müssen wir größere Anstrengungen gegen die Armut und zur Intensivierung der Landwirtschaft unternehmen. Möglich ist das. Es liegt in unserer Hand!", so der Ministerpräsident.
Die Akademie widmete ihre Plenartagung der Untersuchung der aktuellen Weltwirtschaftskrise und hatte dazu hochrangige Experten in den Vatikan eingeladen. Es ging um die politischen, kulturellen und ethischen Auswirkungen und um die Auswege aus der Weltwirtschaftskrise in den Industrie- und Entwicklungsländern. Weitere Redner im Diskussionsforum "Produktion" waren Professor Joachim von Braun, der italienische Historiker und Karlspreisträger Professor Andrea Riccardi, Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer, Dr. Patrick Adenauer.
Die Päpstliche Akademie für Sozialwissenschaften wurde 1994 gegründet und besteht aus maximal 40 Mitgliedern aus aller Welt. Sie werden vom Papst ernannt und gehören verschiedenen Konfessionen an.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein.

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