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idw Informationsdienst Wissenschaft

mhh-kestnerschau 1|2010

14.06.2010 / 13:27. Am 16. Juni 2010 eröffnet das kestnerlabor um 18 Uhr die dreizehnte mhh-kestnerschau in der Ladenpassage der Medizinischen Hochschule Hannover. Der Titel digitalog beschreibt einen Dialog zwischen zwei Positionen digital und analog erschaffener Collagewelten. In ihrer Zwei- bis Dreidimensionalität regen die großformatigen Konstruktionen zu einer Hinterfragung von Wahrnehmungsgewohnheiten im Zeitalter der Digitalisierung an und erweitern so das traditionell eingeschränkte Spektrum der Tiefenwirkung des Mediums Collage.


Jan Carl Bartels, Künstler und Dipl. Grafik Designer der Fachhochschule Hildesheim, präsentiert mit seinen Digitalcollagen Bildwelten die aus Fotografiefragmenten der Netz-Welt konstruiert sind. Bartels verweist mit der Entnahme aus der Flut des globalen Datenstroms auf die Künstlichkeit und fortwährend unkritische Verwendung des Mediums Fotografie als Stellvertreter von Realität. Eine Besonderheit besteht in der Zusammenführung unterschiedlicher Bildqualitäten auf rein visueller Ebene, die ohne künstliche Filter, erweiterte Dimensionen der Multiperspektivität mit scheinbar harmonischer Komplexität eröffnen.

Glenn Gefken, Diplomabsolvent der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (HfBK), wirft in seinen Holz- und Leinwandkonstruktionen Fragen zwischen dem ursprünglichen Verhältnis von Collage und ihrer erweiterten Betrachtung als Objekt auf. »Fraglos wäre das Objekt an der Wand ein Zeichen, aber wofür?« Gefkens Spiel mit den Grenzen realer und imaginativer Betretbarkeit von Möglichkeitsräumen führt die BetrachterInnen zu den Gestaltungsmöglichkeiten persönlicher Konstruktions- und Dekonstruktions-schemata von Welt und ihrer Wahrnehmung zurück.

Die mhh-kestnerschau ist ein Projekt der kestnergesellschaft und des MHH-Kunstforums, das zwei- bis dreimal jährlich stattfindet. Kuratiert und betreut werden die Ausstellungen von dem interdisziplinär zusammengesetzten Praktikantenlabor der kestnergesellschaft. Im Rahmen dieses Projektes wird jungen Künstlerinnen und Künstlern aus Niedersachsen die Möglichkeit gegeben, ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zugleich den Raum der MHH mit neuen Impulsen zu füllen.

Dauer der Ausstellung
Mittwoch, 16. Juni 2010 bis Montag, 16. August 2010
Öffnungszeiten täglich 9 – 21 Uhr

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: idw Informationsdienst Wissenschaft.

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