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Universität Hamburg

Menno-Simons-Predigtpreis 2010

21.04.2010 / 14:16. Zum zweiten Mal wird der Menno-Simons-Predigtpreis von der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen verliehen. Die Jury entschied sich für eine Predigt von Jürg Bräker (Heidelberg) zu einem neutestamentlichen Text aus dem Johannesevangelium (Kap. 11, die "Auferweckung des Lazarus"). Die Predigt konfrontiert die Hörerinnen und Hörer mit den Zweideutigkeiten des Lebens, die ihren starken Ausdruck in der Spannung von Leben und Tod finden und schließlich in der Umkehr kulminieren: Tod und Leben.


Die prämierte Predigt wird am Sonntag, dem 20. Juni 2010, im Gottesdienst der Mennonitenkirche Hamburg-Altona um 10.00 Uhr zu hören sein. Im Anschluss findet die öffentliche Preisverleihung statt.

Jürg Bräker (1966) ist in der Schweiz aufgewachsen und stammt ursprünglich aus dem Bund der evangelischen Täufergemeinden. Nach erfolgreicher Schul- und Lehrerausbildung am Ev. Lehrerseminar Zürich unterrichtete er an der Sekundarschule in Dietikon und Fischenthal. 1995 begann Bräker ein Theologiestudium am Regent College in Vancouver (Canada) und schloss dies erfolgreich mit dem Master of Christian Studies ab. Anschließend war er sieben Jahre lang "Theologischer Mitarbeiter" der Mennonitengemeinde Schänzli, Muttenz (Schweiz), mit Schwerpunkten in der Kinder- und Jugendarbeit und ökumenischer Zusammenarbeit. Seit 2005 ist er an der Universität Heidelberg eingeschrieben, wo er bereits einen Master of Arts in Theological Research erreichte und nun an einer Dissertation arbeitet. Jürg Bräker ist jetzt Mitglied der Mennonitengemeinde Heidelberg-Bammental, wo er mehrere Male im Jahr predigt.

Mit dem Menno-Simons-Predigtpreis sollen Predigten angeregt und gewürdigt werden, die das biblische Zeugnis im Licht der täuferisch-mennonitischen Tradition zur Sprache bringen. Im Horizont gelebter Ökumene sollen sie friedenskirchliche Orientierungen fördern, sowie durch Glaubwürdigkeit überzeugen, um spirituelle Stärkung bieten zu können. Ferner sollen die Predigten zur inhaltlichen Auseinandersetzung in der eigenen Gemeinde, mit anderen Konfessionen sowie dem öffentlichen Leben anregen.

Der Preis wurde von Dr. h.c. Annelie Kümpers-Greve (Mennonitengemeinde Hamburg) gestiftet und ist mit Euro 2.000 dotiert. Zur Hälfte geht der Betrag an den Preisträger, zur anderen Hälfte an seine Kirchengemeinde, um wissenschaftlich reflektierte Bibelarbeiten im Wirkfeld der Predigenden zu fördern.

Die Jury umfasst mennonitische Theologen und Historiker, Vorsitzender ist der Leiter der Arbeitsstelle Dr. Fernando Enns, als externer Gutachter fungiert Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann (Praktische Theologie, Universität Hamburg).

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Universität Hamburg.

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