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Mehrsprachigkeit in der Kindertagesstätte
31.05.2010 / 09:46. Am 3. Juni 2010 wird die öffentliche Fachgesprächsreihe „Bildung von Anfang an“ um 18:30 Uhr im Haus der Wissenschaft (Sandstr. 4/5) mit dem Vortrag „Mehrsprachigkeit in der Kindertagesstätte“ von Professorin Monika Rothweiler von der Universität Bremen fortgesetzt. Sie ist eine anerkannte Expertin im Bereich der frühkindlichen Sprachförderung und der Mehrsprachigkeit bei jungen Kindern. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Profis in Kitas“ statt und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.Monika Rothweiler wird in ihrem Vortrag erläutern, was Mehrsprachigkeit bedeutet. Forschungsergebnisse aus mehr als 20 Jahren zeigen, dass Mehrsprachigkeit an sich keine Entwicklungsprobleme hervorruft, sondern in vielerlei Hinsicht ein Gewinn ist. Im Hinblick auf den Erwerb einer zweiten oder dritten Sprache im Kindesalter ist eine Sprachbeherrschung auf (fast) muttersprachlichem Niveau für alle Sprachen zu erreichen – wenn die Erwerbsbedingungen sehr günstig sind. Wenn es zu Problemen im Spracherwerb kommt, dann sind dafür in der Regel externe Faktoren verantwortlich. Nur eine begrenzte Gruppe von Kindern ist von einer genuinen Spracherwerbsstörung betroffen, die dann alle Sprachen betrifft, die das Kind erwirbt.
Im Vortrag wird darauf eingegangen, wie günstige und ungünstige Bedingungen für den Spracherwerb aussehen und wie diese Bedingungen für eine frühe Sprachförderung in der KiTa beeinflusst werden können. Die Darlegungen von Professorin Rothweiler basieren auf den Ergebnissen ihrer Forschungsprojekte, die sich mit dem Erwerb des Deutschen als frühe zweite Sprache, mit Spracherwerbsstörungen bei mehrsprachigen Kindern und mit der Schulung von ErzieherInnen im Bereich Sprache befassen. www.fruehpaedagogik.uni-bremen.de
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Universität Bremen.

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