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GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, LV Bremen
Lehrkräfte sammelten über 1.200 Unterschriften für bessere Arbeitsbedingungen
03.06.2010 / 15:01. „Gute Schule braucht gute Arbeitsbedingungen“ – unter diesem Titel kursierten in den Lehrerzimmern Unterschriftenlisten, die jetzt, anlässlich der letzten Sitzung der Bildungsdeputation vor der Sommerpause, an die Bildungssenatorin übergeben wurden.Damit wollen die Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen erneut darauf aufmerksam machen, dass zwar Bildungsreformen angekündigt werden, dass die reale Situation an den Schulen aber durch Personalmangel und Arbeitsüberlastung gekennzeichnet ist. Seit der Erhöhung der Unterrichts-Pflichtstunden durch die große Koalition hat sich die Lage enorm verschärft, für gezielte und überlegte pädagogische Arbeit bleibt häufig zu wenig Zeit. Angesichts neuer großer Umorganisierungen, die durch das neue Schulgesetz und den Schulstandortplan vorgeschrieben werden, heißt es bei den Forderungen:
„Gute Schule braucht gute Arbeitsbedingungen. Als erste Schritte für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen fordern wir:
– für alle Lehrkräfte und pädagogischen MitarbeiterInnen, insbesondere an inklusiv, integrativ oder kooperativ arbeitenden Schulen 1 Stunde weniger Unterrichtsverpflichtung bzw. Betreuungszeit für Kooperation und Unterrichtsentwicklung
– für alle Schulstufen und Schularten umfassende kollegiale und individuelle Fortbildungsangebote mit Freistellung zu den neuen Unterrichts- und Schulentwicklungen
– für alle Schulen bessere materielle und personelle Ausstattung, insbesondere der Schulen in sozialen Brennpunkten u. a. durch sozialpädagogische MitarbeiterInnen zur Unterstützung der Lehrkräfte.“
Auf einer GEW-Kundgebung vor der Bildungsbehörde sagte Landesvorstandssprecherin Elke Baumann: „Weiteres Sparen macht uns kaputt und geht zu Lasten der Lebensperspektiven von Kindern und Jugendlichen. In genau einer Woche findet in Mainz der nächste Bildungsgipfel statt. Dort müssen die von der KMK beschlossenen 10% des Bruttoinlandsproduktes für Bildung und Forschung auch umgesetzt werden! Von Bürgermeister Böhrnsen erwarten wir eine deutliche Positionierung in diese Richtung.“
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, LV Bremen.

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