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Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz des Landes Rheinland Pfalz

Land fördert Trinkwasserverbund mit 34 Mio. Euro

01.10.2010 / 09:36. Die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser im Landkreis Birkenfeld wird nachhaltig gestärkt und damit zukunftsfähig: Die Stadt Idar-Oberstein sowie die Verbandsgemeinden Birkenfeld, Baumholder und Herrstein haben sich für eine verstärkte Zusammenarbeit entschieden und dies heute mit Unterzeichnung einer "Neue Verbandsordnung" für den Wasserzweckverband (WZV) Birkenfeld besiegelt. Damit gehen alle Anlagen zur Erschließung, Speicherung und Aufbereitung von Wasser auf den WZV über und das Verbundsystem zur Wasserversorgung kann mit erheblicher Unterstützung des Landes modernisiert und ausgebaut werden. Investitionen in die Infrastruktur zur Stärkung des Verbundsystems der Wasserversorgung in Höhe von rund 52 Millionen Euro in den kommenden 10 Jahren sind notwendig und werden gemeinsam angegangen. Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Maßnahmen mit rund 34 Millionen Euro. "Ziel ist eine nachhaltige Wasserversorgung im Landkreis Birkenfeld zu sozialverträglichen Gebühren", betonte Ministerin Conrad anlässlich der konstituierenden Sitzung des erweiterten Wasserzeckverbandes Birkenfeld. "Wasser ist das Lebensmittel Nummer eins. Wir brauchen, auch angesichts des Klimawandels und der demographischen Veränderungen, eine vorausschauende Planung.


Das Land Rheinland-Pfalz fördert daher landesweit großräumige Verbundlösungen in der Wasserversorgung, um eine kosteneffiziente und sichere Versorgung für die Zukunft zu ermöglichen." Die Ministerin dankte allen Beteiligten, die zur Realisierung der verstärkten interkommunalen Wasserversorgung im Landkreis Birkenfeld beitragen. Neu im WZV ist Idar-Oberstein.

Der WZV wird rund 77.000 Menschen versorgen. "Die Erweiterung des Verbundes ist gut für die Bürgerinnen und Bürger. So werden die finanziellen Belastungen der Bürger angesichts der notwendigen hohen Investitionen vertretbar gehalten", sagte Conrad. Dies gelte umso mehr, als die Gebühren in den beteiligten Kommunen überdurchschnittlich sind. Das Umweltministerium habe daher einer höheren Förderung als üblich zugestimmt. Aufgrund der besonderen Bedeutung und aus strukturpolitischen Gründen wird zu den geplanten Baumaßnahmen eine finanzielle Förderung des Landes mit einem Zuschuss in Höhe von 60 Prozent und einem Darlehen in Höhe von 20 Prozent gewährt (im Regenfall gibt es ein Darlehen in Höhe von 80 Prozent). Die Ministerin überbrachte heute eine ergänzende Förderung über 2,4 Millionen Euro für die Wasseraufbereitungsanlage Steinbachtalsperre (Zuschuss von 20 Prozent zu den Investitionskosten von 12 Millionen Euro). Zuvor hatte das Umweltministerium bereits einen Zuschuss über 4,8 Millionen Euro gewährt - damit hat das Land bisher mit insgesamt 7,2 Millionen Euro die gemeinsamen Anlagen des Wasserzweckverbandes Birkenfeld gefördert.

Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung im WVZ

* Verbindungsleitung zwischen Primstalsperre (Saarland) und Steinbachtalsperre (Idar-Oberstein) auf insgesamt 32 Kilometer (rd. 22 Millionen Euro) damit die Steinbachtalsperre entlastet und saniert werden kann.

* Sanierung der Steinbachtalsperre (rd. 6 Millionen Euro)

* Investitionen des Wasserzweckverbandes in die zukünftigen Anlagen des erweiterten Verbandes (rd. 12 Millionen Euro) z.B. die Pumpstation Bärenschleife oder Hochbehälter

* Bereits realisiert: Neubau mit Erweiterung (Aufbereitungskapazität) und Anpassung an den Stand der Technik der Wasseraufbereitung Steinbachtalsperre (rd. 12 Millionen Euro) Diese Verbundlösung ist die dritte, die in den letzten Jahren mit Landesmitteln gefördert worden ist. Folgende Verbünde werden realisiert: Wasserzweckverband Altenkirchen (Anschluss an Wahnbachtalsperrenverband) und der Anschluss der Stadtwerke Kirchheimbolanden an Wasserversorgung Rheinhessen.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz des Landes Rheinland Pfalz.

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