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Kruzifixe in Schulen
27.04.2010 / 14:16. Zu der Debatte über das Anbringen von Kruzifixen in staatlichen Schulen und den Äußerungen der CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner erklärt Jochen Bülow, Kreisvorsitzender:Religiöse Überzeugungen sind eine persönliche Angelegenheit und keine staatliche Aufgabe. Nicht umsonst hat das Bundesverfassungsgericht für staatliche Schulen die politische und religiöse Neutralität festgelegt. Der Respekt vor den religiösen Überzeugungen des Einzelnen und die in blutigen, Jahrhunderte währenden Glaubenskriegen in Europa erkämpfte Trennung von Kirche und Staat sind für die Entscheidung ausschlaggebend gewesen. DIE LINKE Koblenz bekennt sich ausdrücklich zu den Idealen und Überzeugungen der europäischen Aufklärung und des Humanismus im Sinne von Kant, Hegel und Descartes.
Ich sehe keinerlei Anlass, von diesem Standpunkt abzuweichen, während gleichzeitig immer mehr Menschen in unserem Land den Kirchen den Rücken kehren. Frau Klöckner wäre gut beraten, wenn sie das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes nach 15 Jahren endlich zur Kenntnis nehmen würde und ihre persönlichen religiösen Überzeugungen nicht zu einem Pflichtprogramm für die Schülerinnen und Schüler des Landes machen würde: Religiöse Überzeugungen eignen sich nicht als Wahlkampfgag.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Die Linke. Rheinland-Pfalz.

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