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Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie
Kreativwirtschaft lotet Perspektiven in Deutschland und Thüringen aus
16.06.2010 / 12:44. Gemeinsam mit der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar veranstaltet das Thüringer Wirtschaftsministerium von Donnerstag, 17. Juni, bis Sonnabend, 19. Juni, eine Tagung zur Kreativwirtschaft in Weimar. Unter dem Motto "kultur.kreativ.wirtschaft - perspektiven.chancen.risiken" werden Referenten aus dem gesamten deutsprachigen Raum einen Überblick über Chancen und Potentiale der Kreativwirtschaft geben.Dabei werden Fragen nach dem volkswirtschaftlichen Stellenwert der Branche diskutiert, aber auch die Bedeutung von Kreativunternehmen für den Standort und die Stadtentwicklung sowie die soziale Lage der Kreativen. "Die Kreativwirtschaft ist für Thüringen ein Bereich mit erheblichem Wachstums- und Beschäftigungspotential", sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig. Zugleich sei sie für die Standort- und Imageentwicklung von enormer Bedeutung. "Deshalb wollen wir die Potentiale der Kreativbranche gezielt erschließen", so Machnig. In einem ersten Schritt soll eine "Potentialanalyse Thüringer Kreativwirtschaft" erstellt werden, deren erste Ergebnisse bis Ende 2010 vorliegen werden.
Eröffnet wird die Tagung am 17. Juni ab 17.00 Uhr mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung im Seminargebäude des congress centrum neue weimarhalle durch den Weimarer Oberbürgermeister Stefan Wolf. Danach wird Prof. Christoph Weckerle von der Hochschule der Künste in Zürich einen Überblick über die Branche geben, und Prof. Denis Eckert von Universität Toulouse bewertet anhand aktueller empirischer Daten die These von der überdurchschnittlichen Mobilität der Kreativen. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion zum Thema "Die Kreative Klasse: Zukunftshoffnung oder Sorgenkinder" statt, die vom künftigen Präsidenten der Musikhochschule Weimar, Prof. Christoph Stölzl, moderiert wird.
Am Freitag geht die Tagung für gemeldete Teilnehmer im Hochschulzentrum "Am Horn" in Weimar weiter. An diesem Tag wird auch der Wirtschaftsminister die Tagung besuchen und zur künftigen Wirtschaftspolitik für die Kreativwirtschaft in Thüringen sprechen.
Die Kultur- und Kreativwirtschaft umfasst die Bereiche Werbewirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Software/Games-Industrie, Designwirtschaft, Darstellende Künste, Architekten, Musikwirtschaft, Verlage und Buchhandel, Kunstmarkt, Filmwirtschaft und Presse. Sie hat in Deutschland heute bereits eine vergleichbare wirtschaftliche Bedeutung wie die großen Industriesektoren Automobil, Maschinenbau sowie Informations- und Kommunikationstechnik. Nach einem vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen Gutachten gibt es in diesem Wirtschaftsbereich derzeit rund 238.000 Unternehmen mit etwa einer Million Beschäftigten. Laut Kulturwirtschaftsbericht Thüringen sind im Freistaat mehr als 4000 Unternehmen mit mehr als 20.000 Beschäftigten in der Branche tätig und erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von mehr als 1 Milliarde Euro.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie.

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