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GAL-Bürgerschaftsfraktion Hamburg
Kostenfreie Hortbetreuung für alle - "Ausbau der Ganztagsbetreuung kommt voran"
28.09.2010 / 14:18. Früher als geplant baut Hamburg die Hortbetreuung an den Schulen aus. Künftig wird es eine kostenfreie Betreuung zwischen 8 und 16 Uhr geben. Die Schulen können dies freiwillig schon zum kommenden Schuljahr anbieten. Die Initiative für eine verlässliche Ganztags- und Ferienbetreuung an Schulen wird von der GAL-Bürgerschaftsfraktion begrüßt.Christiane Blömeke, die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, sagte dazu: "Ich freue mich, dass die verlässliche Ganztagsbetreuung an Schulen jetzt schneller kommt als bisher geplant. Damit bekommen endlich auch jene Kinder eine kostenlose Förderung bis 16 Uhr, die bisher keinen Anspruch auf einen Hortplatz haben. Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern werden davon besonders profitieren. Wir erleichtern auch den Alltag berufstätiger Eltern, beispielsweise durch die verlässliche Betreuung in den Schulferien."
Michael Gwosdz, der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, ergänzte: "Der Ausbau von Ganztagsangeboten bedeutet eine ganz neue Qualität. Bildung und Betreuung aus einer Hand bieten als verlässliches Angebot nur Vorteile für Eltern und Kinder. Wichtig ist auch, dass die Hort-Offensive stufenweise und freiwillig umgesetzt wird. Jede Schule kann selbst entscheiden, ob sie schon von Beginn an dabei sein will."
Hintergrund Der Systemwechsel vom Kita-Gutschein-System zu einem ganztägigen Betreuungsangebot an Schulen sollte nach bisherigen Planungen zum Schuljahr 2013/14 erfolgen. Nun plant der Senat, dass Schulen und Horte bereits 2011/12 auf freiwilliger Basis mit der Umsetzung der Offensive zur Ganztagesbetreuung beginnen können.
Das sind die bisherigen Eckpunkte des Konzeptes:
- Kostenfreie Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler in der Zeit von 8 bis 16 Uhr bis zur sechsten Klasse unabhängig von der Berufstätigkeit der Eltern.
- Für zusätzliche Betreuungszeiten vor 8 Uhr und nach 16 Uhr sowie in den Ferien zahlen Eltern einen einkommensabhängigen Eigenanteil.
- Die bisherige Hortbetreuung soll in die Angebote der Schulen integriert werden. Die Träger der bisherigen Horte sollen mit ihrem Angebot in Räume an den Schulen wechseln. Für die Umgestaltung der Räume stehen Bundes- und Landesmittel in Höhe von 35 Mio. Euro bereit.
Auf Grundlage dieser Eckpunkte laufen seit dem Schuljahresbeginn schon an fünf Schulstandorten Modellprojekte. Rund 80 Grundschulen haben ihr Interesse bekundet, die Ganztagsbetreuung an ihrer Schule schon ab Sommer 2011 anzubieten. Derzeit werden in Hamburg rund 18.000 Kinder in Horten betreut.
Dadurch, dass Hort-Räume an den Kitas frei werden, könnten an vielen Standorten ohne Zubauten neue Krippenplätze eingerichtet werden. Die Nachfrage der Eltern nach Krippenplätzen hält weiter an. Ab August 2013 wird es zudem den bundesweiten Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab dem zweiten Lebensjahr geben.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: GAL-Bürgerschaftsfraktion Hamburg.

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