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Thüringer Justizministerium

Justizminister Poppenhäger übergibt 1. Preis des Gemeinschaftswettbewerbs ADREAM

08.06.2010 / 15:36. Heute Abend wird für die Preisträger/innen des partnerschaftlich initiierten thüringisch-picardischen Architektur- und Designwettbewerbs ADREAM ein Traum wahr. Ihren Entwürfen traut die europäische Jury von Architekten, Designern, Ingenieuren am meisten zu, als reale Produkte den Alltag zu erreichen. Der Lohn wird neben einem Preisgeld auch ein Budget für die Entwicklung des Prototyps vom eigenen Entwurf sein.


Die heutige Preisverleihung in der Picardie ist der Höhepunkt dieses Wettbewerbes, an dem sich seit November 2009 über 300 Studierende und Berufstätige aus ganz Europa mit kreativen Ideen beteiligten. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht sagte: „Der von Thüringen und der Picardie initiierte Architektur und Designerwettbewerb ADREAM ist einmal mehr ein sichtbares Zeichen gelebter Partnerschaft unserer beiden Regionen. Die europaweite Beteiligung und die große Resonanz, die dieser Wettbewerb gefunden hat, wird uns weiterer Ansporn sein, diese Kooperation auch in Zusammenarbeit mit unserer östlichen Partnerregion Kleinpolen zu verbinden und zu vertiefen.“

In einem Festakt werden der Thüringer Justizminister Dr. Holger Poppenhäger und der Präsident des Regionalrates der Picardie Claude Gewerc in Schloss Chantilly bei Paris die ersten Preise vergeben. Eingeladen sind 45 Wettbewerbsteilnehmer/innen, die es bis in die Vorauswahl geschafft haben sowie Vertreter/innen der Thüringer und picardischen Wirtschaft: „Mit diesem Wettbewerb ist es unseren beiden Regionen gelungen, unsere Partnerschaft durch ein weiteres innovatives Projekt zu festigen. Der Wettbewerb ist jung, kreativ und zukunftsweisend. Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der nachwachsenden und wiederverwerteten Rohstoffe sowie innovativer Verfahrenstechniken sind für ein Umweltzukunftsland Thüringen unverzichtbar. Viele Thüringer und picardische Unternehmen sind dafür gerüstet“, ist der Justizminister überzeugt.

Auch Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, gratuliert den Preisträgern: "Thüringen und die Picardie verbindet seit mehr als 15 Jahren eine intensive Partnerschaft. Dass diese lebendig ist und erfolgreich ausgebaut wird, zeigt der europaweite Architektur- und Design-Wettbewerb ADREAM. Er setzt auf Zukunftsthemen und macht dabei die hohe Kompetenz beider Partner im Bereich der nachwachsenden und ökologischen Materialien deutlich."

Hintergrund

Der europaweit ausgelobte Architektur- und Designwettbewerb ADREAM (http://adream-thueringen.picardie.fr/de) wurde im letzten Jahr anlässlich des 15jährigen Jubiläums ihrer Partnerschaft zwischen Thüringen und der Picardie beschlossen und von Thüringer Seite durch die BAUHAUS-Universität betreut. Die Jury sichert den Gewinner/innen Preisgelder von insgesamt € 30.000 und Budgets für den Prototypenbau von insgesamt € 50.000 zu.

Ziel des ADREAM-Wettbewerbes ist es, dass die Entwürfe auch als reale Produkte den Alltag erreichen. Die Auszeichnung mit Budgets für den Prototypenbau verweist auf die Intention, ökologische und wirtschaftlich konkret nutzbare Ergebnisse zu erhalten. Die Kooperation mit Unternehmen aus der Picardie und Thüringen soll den Preisträgern eine attraktive Chance der Realisierung und den Unternehmen einen stärkeren Bezug zwischen Architektur, Design und Nachhaltigkeit ermöglichen.

336 Entwürfe erreichten die Jury aus ganz Europa, aber vor allem aus Frankreich und Deutschland. In der Bundesrepublik beteiligte besonders aktiv die Bauhaus-Universität Weimar. Aus 45 ausgewählten Entwürfen, darunter 21 Berufstätige, 24 Studierende) bestimmt die Jury heute Nachmittag die Preisträger/innen.

Die Entwürfe reichten von Gebrauchsgegenständen, wie Einkaufstaschen (Plastiktüte plus Kleiderbügel) und Blumen(steck)kästen (für ganze Pflanzwände im Wohnraum) aus organischen Rohstoffen, über mobile Trennwände (Holzbeton) und Dächer (aus bioplastischer Panele und Flachswolle) bis hin zu ganzen Bungalows und Häusern in Modulbauweise aus leichten, wiederverwerteten Rohstoffen und Naturmaterialien. Die Häuser implizieren ein großes Stück Flexibilität und Mobilität der Bewohner/innen und damit auch gewollte Vergänglichkeit (z. B. Projekt BUNGA_Low).

Die studentischen Beiträge befassten sich zum Teil mit intelligenten und ökologischen Weiterentwicklungen von bewährten Produkten, wie dem Biomülleimer oder Mülltrennbehältnissen in Supermärkten.

Für Eltern dürfte der Entwurf BuildUP interessant sein. Hier handelt es sich um ein Baukastensystem, wo in einem ersten Schritt aus Altpapier und –pappe ein Brei hergestellt wird und dann mithilfe einer Presse und verschiedener Formteile stabile Bausteine gefertigt und verbaut werden können.

Innovativ aber auch die mobile Treppe woolstairs, die ihren Einsatz bei Festivals/Veranstaltungen und Ausstellungen wie als Flugzeuggangway und als Rettungs- und Bergungseinsatzgerät finden kann.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Thüringer Justizministerium.

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