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BDKJ Diözesanstelle u. Bischöfliches Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart
[jugendforum]³ Zwischenbilanz
20.05.2010 / 16:09. Mitte Januar startete der dreistufige Prozess [jugendforum]³ in der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit der Zukunftskonferenz in Obermarchtal. 220 Akteure, ehrenamtlich Engagierte und hauptberufliche MitarbeiterInnen stellten sich aktuellen Herausforderungen der kirchlichen Jugendarbeit und erarbeiteten rund 50 Experimente, mit denen Konzepte der Jugendarbeit in der Praxis weiter entwickelt werden sollen. Bis zur Auswertungstagung am 13. November 2010 läuft nun aktuell die Phase zwei des [jugendforum]³ - die Experimentierphase.Eine erste Zwischenbilanz zogen die Experimentverantwortlichen und ihre regionalen Begleitpersonen bei einem ersten Zwischentreffen im Mai. Anlaufschwierigkeiten, erste Erfolge, Ernüchterung und Begeisterung sind die Erfahrungen gleichermaßen. „Ich bin völlig überrascht, wie viel Spaß mir das Experiment macht. So einen Freiraum, einfach mal ergebnisoffen was auszuprobieren, hatte ich noch nie - das hat etwas Spielerisches und motiviert mich sehr!“ resümiert eine Experimentverantwortliche.
Parallel zu den Experimenten geht der Diskussionsprozess weiter. Welche Veränderungen liegen durch die Experimente in der Luft? Welche Erfolgsmodelle gibt es bereits? Auch kritische Punkte tauchen auf: Geht das mit der Idee, durch praktische Experimente Erkenntnisse für Veränderungen zu sammeln, nicht viel zu langsam? Und in welchem Maß ist ein System wie die kirchliche Jugendarbeit überhaupt in der Lage, sich selbst von innen heraus zu verändern? Dieses Risiko ist die Diözesanleitung BDKJ/BJA bei der Planung des Prozesses allerdings bewusst eingegangen. Denn in der kirchlichen Jugendarbeit sind junge Menschen nicht Adressaten, sondern Akteure. Aus dieser Logik heraus gilt es, möglichst viele junge Menschen am Veränderungsprozess [jugendforum]³ zu beteiligen.
Die Praxisfelder der rund 50 Experimente sind vielseitig: Ein Viertel aller Experimente bewegen sich im Medienbereich: Die Möglichkeiten der web 2.0-Kommunikation werden als neue Formen und Orte von Jugendarbeit ausprobiert, Werbeclips und Filme zu religiösen Themen und Inhalten werden erstellt. „Kein Wunder, die Medien sind ein zentraler Bereich im Lebensalltag junger Menschen, in den auch kirchliche Jugendarbeit eintauchen muss“, meint Projektleiter Martin Fischer. Ein anderer Schwerpunkt liegt bei Experimenten zur Glaubensvermittlung und Spiritualität. In einigen Fällen wird versucht, Jugendarbeit und Firmvorbereitung enger zu verbinden. In anderen, über offene Treffs und spontane Mitmachaktionen ein neues Image zu vermitteln. Dabei wird auch mit neuen Sozialformen wie Flashmobs experimentiert.
Schließlich gibt es Experimente, welche an veränderten Strukturen basteln: ein gemeinsames Jugendpastoralteam mehrerer Seelsorgeeinheiten, oder die Spezialisierung einzelner Jugendreferate in einer Region.
„Schwung und Motivation sind seit der Zukunftskonferenz da, kontroverse Diskussionen müssen sein. Nehmen wir uns die Zeit, im Lauf des Jahres Erkenntnisse reifen zu lassen und im Herbst beim dritten Teil des [jugendforum]³ ein Fazit zu ziehen“, fasst Martin Fischer zusammen.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: BDKJ Diözesanstelle u. Bischöfliches Jugendamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

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