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Landesjugendring Nordrhein-Westfalen e.V.
Jugend hat ein Recht auf Eigenleben! - Jugendverbände und Jugendministerin Ute Schäfer diskutieren über die Zukunft der Jugendpolitik in Nordrhein-Westfalen
24.09.2010 / 15:31. Landesjugendministerin Ute Schäfer und die Jugendverbände in Nordrhein-Westfalen wollen gemeinsam an der Ausgestaltung der Jugendpolitik arbeiten. In ihrem Grußwort zur Vollversammlung des Landesjugendrings am Donnerstag, 23. September 2010, würdigte Ministerin Schäfer die Arbeit der Jugendverbände und erklärte, Jugendverbände seien der "Kitt der Gesellschaft". Insbesondere den vielen tausend Ehrenamtlichen dankte sie für ihre wertvolle Arbeit. Die Jugendverbände kündigten an, dass sie ihr Mandat verstärkt wahrnehmen werden, die Interessen junger Menschen offensiv zu vertreten.Unter dem Motto "Fit wofür und Zukunft für wen?" diskutierten die Delegierten der Vollversammlung mit dem renommierten Jugendforscher Professor Richard Münchmeier über die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf Kinder und Jugendliche. Der Alltag vieler Kinder und Jugendlicher sei heute geprägt von Stress und Sorgen: Aufwachsen in einer globalisierten Gesellschaft bedeute für viele junge Menschen oft einen enormen Leistungs- und Konkurrenzdruck, eine hohe Unsicherheit für ihre persönliche und berufliche Lebensperspektive und ein überdurchschnittlich hohes Armutsrisiko. Bei aller Sorge um Fachkräftemangel - Jugend habe auch ein Recht auf Eigenleben, so Münchmeier. Jugendverbände leisteten mit ihren Bildungs- und Freizeitangeboten unverzichtbare Arbeit. Dies könnten sie jedoch nur gewährleisten mit einer gut ausgestatteten, breiten Infrastruktur.
Im Rahmen der Vollversammlung verabschiedeten die Jugendverbände unter anderem folgende Beschlüsse:
- Wichtiges Thema im Landesjugendring NRW wird weiterhin die interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit sein. Von der Landesregierung forderten die Delegierten, die interkulturelle Arbeit der Jugendverbände und Jugendringe weiter zu fördern und insbesondere Migrantenjugendorganisationen verstärkt zu unterstützen.
- Die Jugendverbände forderten das Schulministerium auf, den Kooperationsvertrag mit der Bundeswehr zu kündigen, in dem eine verstärkte Zusammenarbeit im Rahmen der politischen Bildung vorgesehen ist. Werbung für Militäreinsätze und Dienste bei der Bundeswehr dürfe es in Schulen nicht geben.
Diese Pressemitteilung und alle Beschlüsse stehen zum Download unter: www.ljr-nrw.de
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Landesjugendring Nordrhein-Westfalen e.V..

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