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Internationale Konferenz Keramikwerkstoffe - Rekordbeteiligung an der Fachkonferenz HT-CMC 7
20.09.2010 / 12:28. Im Rahmen einer Feierstunde im Markgräflichen Opernhaus eröffnete der Tagungsvorsitzende Professor Dr.-Ing. Walter Krenkel am Sonntagabend die Internationale Konferenz zu Hochtemperaturkeramikwerkstoffen (HT-CMC 7).Bei ihrer siebten Auflage bringt es die Tagung, die auf dem Campus der Universität Bayreuth stattfindet, auf eine neue
Rekordbeteiligung: Mehr als 350 Werkstoffexpertinnen und - experten aus 21 Ländern nehmen teil. In nicht weniger als 260 Beiträgen werden sie bis Donnerstag den aktuellsten Forschungsstand im Bereich der Hochtemperaturkeramikwerkstoffe diskutieren. Zuletzt hatte die internationale Konferenz im Jahr 2007 in Neu Delhi stattgefunden. "Seither hat sich die Welt allerdings grundlegend verändert", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Hartmut Koschyk (CSU), in seiner Begrüßungsansprache. Die globale Wirtschaft
habe die Finanz- und Wirtschaftskrise besser verkraftet, als viele Experten erwartet hatten. In Deutschland erweise sich die Erholung als besonders robust. Doch nicht nur in wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzte die Bundesregierung
einen besonderen politischen Schwerpunkt auf Bildung und Forschung - Koschyk: "Dies sind zentrale Erfolgsfaktoren für
ein Hochlohnland wie Deutschland." Mehr als 80 Prozent des Wachstums in der Industrie hätten zuletzt die forschungsorientierten Produktionszweige beigetragen. "Wir werden also nur mit Innovation in Produkten und Prozessen
auch in Zukunft unseren Standard an Wohlstand und Beschäftigung halten können." In der Praxis müssten
Forschungsinstitute und Unternehmen die vom Staat gesetzten Rahmenbedingungen nutzen, so der Staatssekretär weiter.
Dies zu vermitteln, sei auch ein Ziel der internationalen Konferenz zu Hochtemperaturkeramikwerkstoffen, die in
Bayreuth und in Oberfranken am rechten Ort stattfinde. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, Infrastruktur auf
hohem Niveau und innovative Unternehmen - all dies zeichne die Region aus.
Die exzellente Verbindung zwischen Universität, Stadt und Wirtschaft betonte auch Dr. Beate Kuhn, Dritte Bürgermeisterin der Stadt Bayreuth. Mit dem jüngst gestarteten Projekt "Access to Technology" solle diese
Kooperation weiter gestärkt und eine Verbindung zwischen Universität und Kompetenzzentrum Neue Materialien im
Bayreuther Sondergebiet für Forschung und Entwicklung geschaffen werden. Denn neben den Bereichen Logistik und
Gesundheit stelle der Materialsektor eine Schlüsselbranche für Bayreuth dar.
"Bayreuth ist eine Stadt der Kultur und der Musik, aber zugleich auch eine Stadt der Forschung und der Wissenschaft".
Im Opernhaus und tags darauf zum Auftakt der Konferenz im Audimax der Universität begrüßte Professor Dr.-Ing. Walter
Krenkel, Inhaber des Lehrstuhls für Keramische Werkstoffe an der Universität Bayreuth und Leiter der Fraunhofer-
Projektgruppe Keramische Verbundstrukturen, die Teilnehmer. Er freue sich, dass die gemeinsame Fachtagung
des Lehrstuhls Keramische Werkstoffe der Universität Bayreuth, der Fraunhofer-Projektgruppe KeramischeVerbundstrukturen, des Instituts National des Sciences Appliquées de Lyon, des Laboratoire des Composites
Thermostructuraux, Bordeaux, sowie des Clusters Neue Werkstoffe und Ceramic Composites in Bayreuth stattfinde.
Die Tatsache, dass 350 Experten aus 21 Ländern der Einladung gefolgt seien, unterstreiche die Attraktivität der Konferenz sehr deutlich, so auch der Dekan der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften, Professor Dr.-Ing. Dieter Brüggemann. Professor Dr. Hans-Werner Schmidt, Vizepräsident der Universität für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, verwies in seiner Ansprache unter anderem auf jüngste Erfolge der Materialwissenschaft in Bayreuth.
Zeitgleich und aus Anlass der Fachtagung HT-CMC 7 hat die Fraunhofer-Gesellschaft den Fraunhofer-Truck und damit ihre rollende Wissenschaftsausstellung nach Bayreuth gebracht. Bei der Eröffnung der Ausstellung, die bis einschließlich
Donnerstag am Ehrenhof Station macht und für jedermann kostenlos zu erleben ist, verlieh Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl seiner Hoffnung Ausdruck, dass den beiden Fraunhofer-Projektgruppen für Keramische Verbundsstrukturen und für
Prozessinnovation zeitnah ein Fraunhofer-Institut folgen möge. Bis dato seien die außeruniversitären Forschungseinrichtungen am Standort Bayreuth unterrepräsentiert.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Universität Bayreuth.

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