Hauptnavigation Untermenü

Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!

EKD Evangelische Kirche in Deutschland

"Integration ist Aufgabe der ganzen Gesellschaft" - Interkulturelle Woche 2010 mit ökumenischem Gottesdienst eröffnet

24.09.2010 / 10:00. Am heutigen Freitag, den 24. September, wurde in Essen die bundesweite Interkulturelle Woche 2010 eröffnet. Unter dem Motto "Zusammen halten - Zukunft gewinnen" sind noch bis zum 2. Oktober mehr als 3500 Veranstaltungen in 300 Städten und Gemeinden bundesweit geplant. Zum Auftakt wurde in der Evangelischen Erlöserkirche in Essen ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Geleitet wurde er vom griechisch-orthodoxen Metropolit Augoustinos, dem römisch-katholischen Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, und dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider.


In seiner liturgischen Eröffnung betonte Schneider die Bedeutung der Integration von Menschen anderer Herkunft als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. "Man kann nicht immer nur weitere Integrationsanstrengungen für die hier lebenden Migrantinnen und Migranten fordern ohne zu überlegen, was das für uns als aufnehmende Gesellschaft bedeutet." so der Präses. Es gehöre zum kirchlichen Auftrag, sich für die aktive Teilhabe aller Menschen in Deutschland einzusetzen. Dabei bezog er sich auch auf das gemeinsame Wort zur Interkulturellen Woche, in dem die drei großen christlichen Kirchen Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen anderer Herkunft kritisieren und konkrete Maßnahmen für mehr Bildungschancen und Partizipationsmöglichkeiten fordern.

Als weiteres wichtiges Anliegen nannte Schneider eine humanitäre Lösung in der Frage eines Bleiberechts für langjährig Geduldete. "Es ist unerträglich, wenn Menschen aufgrund von Kettenduldungen alle drei Monate wieder neu vor der Existenzfrage stehen", so der Ratsvorsitzende weiter. Vor allem gut integrierte Menschen und in Deutschland aufgewachsene Kinder und Jugendliche bräuchten endlich eine dauerhafte Perspektive. Dabei sollten auch humanitäre Aspekte berücksichtigt werden für Alte, Kranke und Traumatisierte.

Im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst fand auf Einladung der europäischen Kulturhauptstadt Essen und des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses ein Empfang im Essener Aalto-Theater statt.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: EKD Evangelische Kirche in Deutschland.

Bookmark and Share



Die beliebtesten Artikel des Tages



Kommentare zu diesem Artikel

Schreiben Sie den ersten Kommentar!