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IHK Niederrhein

IHK mahnt Überarbeitung des Duisburger Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes an

22.09.2010 / 09:42. Am Donnerstag, 23. September, geht es um ein Stück Zukunft Duisburgs: Dann steht der Beschluss des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept an, ehe sich der Rat am 4. Oktober damit befasst. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve mahnt eine Überarbeitung des Konzeptes an. Ansonsten würde die Ausweisung eines zweiten Hauptzentrums, in Hamborn/Marxloh, weit reichende negative Folgen für Innenstadt und Stadtteilzentren haben.


Dabei erinnert die IHK daran, dass der Rat die entscheidende Weichenstellung für eine positive Entwicklung Duisburgs durch seinen einstimmigen Beschluss zur Umsetzung des Masterplans von Lord Norman Foster gefasst hatte. Das Zwei-Zentren-Konzept würde diesen aber konterkarieren. Grundsätzlich, so die IHK als Interessenvertretung der gewerblichen Wirtschaft, sei bei einer Entscheidung von dieser Tragweite der Konsens aller Beteiligten – Politik, Verwaltung und Unternehmen – notwendig. Dieser sei aber nicht vorhanden.

Ihre schwerwiegenden Bedenken sieht die IHK vor allem dahingehend, dass die Ausweisung eines zweiten Hauptzentrums in Hamborn/Marxloh offensichtlich nur dazu dienen soll, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ansiedlung eines Factory Outlet Centers am Standort der Rhein-Ruhr-Halle zu schaffen. Die Innenstadt und letztendlich auch die gewachsenen Stadtteilzentren würden geschwächt. Die von der IHK in Auftrag gegebene gutachterliche Überprüfung des Konzeptes habe erhebliche methodische und inhaltliche Mängel festgestellt. Die stadtplanerischen Überlegungen seien nach der klaren eindeutigen Aussage der Gutachter nicht begründet.

Neben IHK und Einzelhandelsverband kritisieren auch einige Bezirksvertretungen, der Regionalverband Ruhr, zuständig für die Regionalplanung im Ruhrgebiet, die Bezirksregierung Düsseldorf und auch achbarkommunen das Einzelhandels- und Zentrenkonzept in vielen Punkten: das Konstrukt mit zwei Hauptzentren, die Einordnung der verschiedenen Neben- und Nahversorgungszentren, deren Abgrenzungen und auch die mangelnde Aktualität der Erhebungsdaten. Die Stadtverwaltung habe aber so gut wie alle Kritikpunkte zurückgewiesen.

Um einen tragfähigen Konsens innerhalb der Stadt herzustellen, ist laut IHK unbedingt eine Überarbeitung des Konzeptes unter Berücksichtigung der vorgetragenen Argumente notwendig. Die konsequente Umsetzung des „Masterplans Innenstadt“ von Lord Norman Foster, die Weiterentwicklung der gewachsenen Stadtteilzentren und ein „Masterplan für den Duisburger
Norden“ als Perspektive sowohl für Marxloh als auch für Alt-Hamborn sind nach Einschätzung der IHK ein erfolgversprechender Weg. Dieser sollte sich im Einzelhandels- und Zentrenkonzept wiederfinden. Damit würde die gesamte Stadt im regionalen Wettbewerb der Standorte gestärkt und zugleich die Versorgungsqualität für die Bürger gesteigert.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: IHK Niederrhein.

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