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IHK-Konjunkturumfrage: Wirtschaft am bayerischen Untermain lässt die Krise langsam hinter sich
03.05.2010 / 09:56. Die konjunkturelle Erholung der Wirtschaft im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aschaffenburg hat sich weiter fortgesetzt. Zum Frühsommer 2010 sind die Geschäftserwartungen der Unternehmen in weiten Bereichen freundlicher. Dieses Fazit ergibt sich aus der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Aschaffenburg, an der sich 344 Unternehmen beteiligt haben. „Wir haben zwar noch einen weiten Weg vor uns, um das Niveau vor der Wirtschaftskrise wieder zu erreichen, aber viele Unternehmen zeigen wieder Stärke“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Horst Dommermuth.Die aktuelle Stimmung in der Wirtschaft am Bayerischen Untermain hat sich im Vergleich zum Frühjahr nur leicht verbessert. Mehr als die Hälfte der Befragten bewerten ihre aktuelle Lage als „befriedigend“, ein Viertel sieht ein „gutes“ Lagebild und 18 Prozent sehen die aktuelle Wirtschaftslage als „schlecht“ an. Im Maschinenbau, in der Automatisierungstechnik, der Metallindustrie, in Teilen der Dienstleistungen und im Groß- und Einzelhandel hat sich die aktuelle Lage im Vergleich zum Frühjahr nur leicht verändert. Das Auftragsvolumen hat sich auf dem Frühjahrsniveau eingependelt oder ist durch vereinzelte Neuaufträge leicht gestiegen. Die Logistikbranche bewertet die aktuelle Lage durch einen stark gestiegenen Inlandsumsatz besonders positiv. Hingegen hat sich die Stimmung in der Baubranche abgekühlt. Bezüglich der zukünftigen Entwicklung äußern sich die Befragten deutlich optimistischer als noch im Frühjahr. Dies spiegelt sich auch in den Beschäftigungsplanungen wieder, nur ein Zehntel geht von einem sinkenden Personalstand aus. Der Großteil der Unternehmen (76 Prozent) will sein Personal konstant halten.
Die Stimmung in der Industrie hat sich nur leicht aufgehellt. Die aktuelle Lage beurteilen die Industrieunternehmen weiterhin recht verhalten, rund 15 Prozent berichten von einer guten Geschäftslage. Bei den für die Region wichtigsten Industriebereichen wie dem Maschinenbau und der KFZ-Zuliefererindustrie ist die konjunkturelle Erholung nur teilweise angekommen - das Auftragsvolumen hat sich nur bei wenigen Unternehmen signifikant erhöht. Jedoch sieht die Branche recht optimistisch in die Zukunft. Laut den Unternehmensmeldungen wird sich die Geschäftslage bei fast jedem Zweiten verbessern, weniger als ein Zehntel geht von einer Verschlechterung aus. Mehrheitlich wollen die Befragten ihr Personal konstant halten, fast 15 Prozent planen zusätzliche Einstellungen.
Die Stimmung im Dienstleistungssektor hat sich aufgrund eines gestiegenen Auslandsumsatzes noch einmal verbessert. Auch dem Verlauf der Geschäfte in den kommenden Monaten wird optimistisch entgegen gesehen. Das Stimmungsbarometer im Einzelhandel hat sich im Vergleich zur letzten Umfrage nach oben bewegt. Hinsichtlich der Erwartungen für den Verlauf der kommenden Monate zeigt sich der Einzelhandel optimistisch. Die aktuelle Geschäftslage im Großhandel wird deutlich besser als im Frühjahr bewertet. Da keine negativen Vorzeichen erkennbar sind, fallen auch die Geschäftserwartungen dementsprechend optimistisch aus. Die konjunkturelle Wetterlage in der Logistikbranche hat sich weiter aufgehellt; bei den Erwartungen zeigt die Kurve nach oben. Die Stimmung in der Bauwirtschaft hat sich abgekühlt. Da auch in den kommenden Monaten keine Impulse erwartet werden, fällt die Beurteilung für die kommenden Monate entsprechend zurückhaltend aus.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: IHK Aschaffenburg.

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