Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!
idw Informationsdienst Wissenschaft
Heilbronner „Studienmodell Individuelles Lernen” wird vom Land mit 209.000 Euro gefördert
07.06.2010 / 23:33. Das von der Hochschule Heilbronn initiierte „Studienmodell Individuelles Lernen“ (SMILE) wird vom Land Baden-Württemberg ab dem kommenden Wintersemester für drei Jahre mit einer Summe von 209.000 Euro gefördert. Als eine von zwölf Hochschulen wurde Heilbronn mit seinem Pilotprojekt im Programm „Studienmodelle individueller Geschwindigkeit“ von einem Gutachtergremium ausgewählt.Ziel der Förderung ist es, Hochschulen dahin gehend zu unterstützen, dass sie verstärkt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Studierenden eingehen können – insbesondere während der frühen Phase des Studiums. Das Heilbronner Modell beinhaltet eine individuelle Förderung der Studierenden unter anderem auf Grundlage einer Selbstverpflichtung in Form eines „Lernvertrages“. Dieser wird im Rahmen eines Mentorings mit den Studierenden geschlossen, das beispielsweise auch eine individuelle Beratung im ersten Studienjahr durch psychologisch oder erziehungswissenschaftlich geschultes Personal beinhaltet. Eine weitere, neu eingerichtete Stelle koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Mentoring, Studiengängen, Studierendensekretariat sowie Prüfungsamt und unterstützt bei der Vernetzung der bereits bestehenden Förderaktivitäten.
Umgesetzt wird SMILE in den ingenieur- und informationswissenschaftlichen Studiengängen der Standorte Heilbronn und Künzelsau. Individuelle Unterstützung beim „Erlernen des Lernens“ „Besonders in den technischen Fächern sind die Voraussetzungen der Studienanfänger sehr weit gestreut“, sagt Prof. Dr. Ulrike Jaeger, Didaktikbeauftragte der Hochschule Heilbronn. „Sehr gute Studierende starten gemeinsam mit eher schwachen Studierenden. Traditionell haben die ingenieur- und informationswissenschaftlichen Fächer auch einen vergleichsweise geringen Anteil von Abiturienten unter den Bewerbungen, gleichzeitig sind die Anforderungen im Studium hoch. Die Studierenden sind eingangs oft nicht auf die Studiensituation vorbereitet und benötigen längere Zeit, um sich zu fangen.
Selten mangelt es an der Motivation oder am fachlichen Interesse, sondern eher am Zugang zu den theoretischen Grundlagen. Salopp gesagt, haben die Studienanfänger oft nicht gelernt, wie man strukturiert und ‘theoretisch’ denkt und arbeitet. Dem können wir nun – dank der finanziellen Förderung – im Rahmen des Projekts SMILE verstärkt und individuell entgegenwirken“, so Jaeger weiter. „Der Erfolg dieses kooperativen Projekts wird von Seiten der Hochschule kurzfristig zunächst an geringeren Studienabbrechern und hoffentlich besseren Leistungen im Studium erkennbar sein.”
Mit nahezu 6000 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte der Region und gehört mit zu den führenden Fachhochschulen in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 42 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Hochschule fühlt sich dem Leistungsprinzip und Elitegedanken verpflichtet und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: idw Informationsdienst Wissenschaft.

Kommentare zu diesem Artikel
Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Kommentieren >>
Bitte melden Sie sich an, um Kommentare zu schreiben!