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Hans-Joachim Hacker: Abzug mit Verantwortung
21.04.2010 / 15:46. Zur Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums, den Bundeswehrstandort Wittstock und den Truppenuebungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide aufzuloesen, erklaert der tourismuspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Hans-Joachim Hacker:Die SPD-Bundestagsfraktion begruesst auch aus touristischer Sicht die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums, die Bundeswehr vom Truppenuebungsplatz Kyritz-Ruppiner Heide abzuziehen. Die Entscheidung ist konsequent und manifestiert damit den Willen, das Gelaende nicht zu einem Luft-Boden-Schiessplatz der Bundeswehr zu entwickeln. Damit ist das Aus fuer den geplanten Schiessplatz besiegelt. Das ist ein Erfolg der zahlreichen Bemuehungen von Buergerinitiativen in den vergangenen beiden Jahrzehnten, aber auch von engagierten Politikern im Bund, in den Laendern und in den Gemeinden.
In der Region hat sich bereits ein sanfter Tourismus entwickelt. Er waere durch einen Ausbau und die Nutzung des Uebungsplatzes gefaehrdet worden. Die Entscheidung gegen den Schiessplatz ist eine Chance fuer die Regionen Prignitz und Mueritz, den Tourismus auszubauen. Das ist fuer die strukturschwache Region von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Die Kyritz-Ruppiner Heide hat eine gute Perspektive fuer eine touristische Entwicklung.
Die Bundeswehr darf sich aber nicht aus der Verantwortung verabschieden. Nach jahrzehntelanger militaerischer Nutzung ist das Gelaende mit alter Munition belastet. Die Bundeswehr hat selbst vor einem Betreten des Gelaendes gewarnt. Die Region darf nun in der Bewaeltigung der Kontamination des Gebietes nicht allein gelassen werden. Die Bundeswehr muss sich an der Zukunft der Region beteiligen: bei der Beseitigung der Munition und mit zivilen Nachnutzungskonzepten fuer den frueheren Truppenuebungsplatz.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: SPD-Bundestagsfraktion.

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