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Evangelische Landeskirche in Baden

Großes Arbeitsprogramm für Landessynode - Frühjahrstagung in Bad Herrenalb mit einem Gottesdienst eröffnet

21.04.2010 / 13:09. Am Mittwoch wurde mit einem Gottesdienst in Bad Herrenalb die Frühjahrstagung der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden eröffnet. Oberkirchenrat Gerhard Vicktor, ständiger Stellvertreter des Landesbischofs, feierte den Gottesdienst mit den 72 Synodalen im Haus der Kirche.

Ein großes Arbeitsprogramm wartet auf die Synodalen in den nächsten Tagen. "Es geht um entscheidende Perspektiven und Weichenstellungen für unsere Landeskirche", sagte die Präsidentin der Landessynode, Justizrätin Margit Fleckenstein (Mannheim). Neben Themen wie Fachberatung für Kindertagesstätten, Perspektiven für die Schulstiftung, die Arbeit der besonderen Seelsorgedienste und Zwischenberichten zu landeskirchlichen Projekten stehe zudem eine erste Beratung der Frage im Mittelpunkt, wie die Landeskirche auf die einschneidenden demographischen Herausforderungen reagieren werde, sagte Fleckenstein in ihrer Begrüßung. "Wir tun das gewohnt frühzeitig", erinnerte die Präsidentin an die bisherige vorausschauende Planung in der badischen Landeskirche. Auch die zahlreichen Ereignisse des Jahres 2010 spielen auf der Landessynode eine Rolle. Die Landessynode gedenkt in einem festlichen Abend an Johann Peter Hebel, an dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr erinnert wird. Zu Beginn der Tagung blickte die Synode schon auf den fünften Internationalen Gospelkirchentag, der vom 10. bis 12. September 2010 in Karlsruhe stattfinden wird. Der französische Pasteur Albert Luther aus der Gemeinde Haute Pierre in Straßburg sowie vier Sängerinnen des Afrika-Gospelchors stimmten die Synodalen auf die Klänge ein, die im September Karlsruhe zum Swingen bringen sollen. Auf die Geschichte der Gospels nahm Oberkirchenrat Gerhard Vicktor in seiner Predigt Bezug. Der ständige Stellvertreter des Landesbischofs erinnerte daran, dass "die fröhliche mitreißende Ausstrahlung so mancher Spirituals und Gospels der unerschütterlichen Hoffnung auf Befreiung und Rettung durch Gott den Herrn zuzuschreiben ist". Damit nähmen die Lieder auf die Hoffnung Bezug, dass Gott am Ende der Welt alle Armut und Ungerechtigkeit beseitigen werde. Davon zu reden, sei die prophetische Aufgabe der Kirche: "Wir haben unentwegt von der Größe Gottes zu sprechen, die alle menschlichen und politischen Machtansprüche relativiert", so Vicktor. Die christliche Hoffnung müsse immer großgeschrieben bleiben. Das strahle auch nach außen aus: "Die Politik braucht Orientierung in ethischen Fragen durch uns", sagte Vicktor. "Wir wollen sie nicht erst äußern, wenn wir danach gefragt werden." Jeder Einzelne solle sich vom prophetischen Impetus anstecken lassen, zu dem Glauben öffentlich zu stehen, der das eigene Leben bestimme. In der ersten Plenarsitzung am Donnerstag wird Landesbischof Ulrich Fischer seinen jährlichen Bericht erstatten. Im Blick hat er in diesem Jahr die sogenannten Kasualien wie Taufe, Bestattung und Trauung.


Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Evangelische Landeskirche in Baden.

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