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idw Informationsdienst Wissenschaft
Global Young Faculty installiert einen interreligiösen Pavillon in der Essener Innenstadt
14.09.2010 / 17:05. Das Projekt Sondernutzung thematisiert Herausforderungen und Potentiale religiöser Vielfalt im Ruhrgebiet – am 17. und 18. September auf dem Essener Willy-Brandt-PlatzNachwuchswissenschaftler der Arbeitsgruppe „Kultur und Gesellschaft“ der Global Young Faculty thematisieren in ihrer Ausstellung Sondernutzung die Herausforderungen und Potentiale religiöser und kultureller Vielfalt in der Metropole Ruhr. Dazu wird von ihnen auf dem Willy-Brandt-Platz am kommenden Freitag ein Pavillon installiert, in dem Ergebnisse studentischer Lehrforschungsprojekte ausgestellt werden. Die bunt bemalte Installation soll an religiöse Hochbauten von Kirchturm bis Minarett erinnern.
Die jungen Forscher nehmen Bezug auf die zunehmende öffentliche Präsenz unterschiedlicher Religionen und Kulturen, die von den Rändern in die Zentren unserer Städte wandern. Dabei stehen verschiedene Fragen im Vordergrund: Wie kann mit dieser neuen Vielfalt umgegangen werden? Sollten Religionen nicht als wertvolle Ressource, denn als Bedrohung verstanden werden? Worin besteht das kreative und produktive Potential religiöser Gemeinschaften von Migranten im Ruhrgebiet? In der Global Young Faculty arbeiten rund 100 Nachwuchswissenschaftler aus dem Ruhrgebiet ein Jahr zu aktuellen und künftigen Herausforderungen der Gesellschaft zusammen. Sie ist eine Initiative der Stiftung Mercator, die vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) koordiniert wird.
Die Vielfalt von religiösen Gruppen und Gemeinschaften in unserer Gesellschaft betrachten die Wissenschaftler als kulturelle Ressource und kreatives Potential. In der Installation Sondernutzung wird dieses Thema sowohl inhaltlich als auch provokativ-künstlerisch aufgegriffen. Einerseits werden den Besuchern des Pavillons multimedial verschiedene Informationen zu kulturellen und religiösen Gruppen und Strömungen im Ruhrgebiet geboten, andererseits soll das erschaffene religiöse Objekt durch seine künstlerische Konzeption Passanten für diese Thematik sensibilisieren. Die Reaktionen der Passanten auf die Installation Sondernutzung, als materiell manifestiertes Symbol der kulturell- religiösen Vielfalt, werden in einem Kurzfilm festgehalten.
Sondernutzung ist das zentrale Projekt von sechs Nachwuchswissenschaftlern der Global Young Faculty-Arbeitsgruppe „Kultur und Gesellschaft“. Sie sind institutionell an unterschiedlichen wissenschaftlichen Einrichtungen und in diversen Netzwerken im Ruhrgebiet beheimatet, unter anderem der Ruhr- Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund sowie dem „Network on Urban Research in the European Union“ in Duisburg. Weitere Nachwuchswissenschaftler aus der Gruppe „Kultur und Gesellschaft“ widmen sich einem thematisch verwandten Thema und werden vom 30.09.-01.10.2010 eine Konferenz zum Thema „Sprache und Integration“ am Getrud-Bäumer Berufskolleg in Duisburg ausrichten. Weitere Informationen zu dieser thematisch ebenfalls hochaktuellen Veranstaltung folgen in Kürze.
Über die Global Young Faculty: Die Global Young Faculty ist eine Initiative der Stiftung Mercator, die vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) koordiniert wird. Sie ist ein Beitrag dieser beiden Institutionen, der Universitätsallianz Metropole Ruhr und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen zur Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Die Global Young Faculty wird vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen zusätzlich unterstützt.
Den Abschluss des Kooperationsprogramms bildet der internationale Wissenschaftskongress „Our Common Future“, der vom 2. bis 6. November 2010 in Hannover und Essen stattfindet. Er ist eine gemeinsame Veranstaltung der VolkswagenStiftung, der Deutschen Messe und der Stiftung Mercator in Verbindung mit der Landeshauptstadt Hannover und RUHR.2010. Der Kongress greift Debatten über zentrale Zukunftsfragen auf, die im Rahmen der Expo 2000 in Hannover angestoßen wurden. In Essen bildet er den Abschluss des Veranstaltungsjahres der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: idw Informationsdienst Wissenschaft.

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