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Technische Universität Ilmenau
Glanzlichter 2010 -- Lange Nacht der Technik
29.04.2010 / 14:06. Zur Langen Nacht der Technik in Ilmenau warten unter dem Motto "Glanzlichter 2010" am 28. Mai 2010, ab 17.00 Uhr, 12 Stationen auf die Besucher. Heute: Newton- und FeynmanbauTeil 7: Newtonbau „Musik, Maschinen & Modelle“
Im Newtonbau auf dem oberen Ehrenberg ist der Maschinenbau zu Hause. Zur Langen Nacht der Technik dreht sich im Programm „Musik, Maschinen & Modelle“ alles um kleine und kleinste Maschinen, um Feinwerktechnik, Optik und Elektronik.
Mensch und Maschine: Einen Schwerpunkt der Vorführungen bilden Roboter, die nach biologischen Vorbildern konstruiert sind. Im Wassergraben des Außenbereichs bewegt sich die „Seeschlange“, ein Schwimmroboter, der dem Aal ähnelt und schwer zugängliche Wasserbereiche inspizieren kann. Der „Roboterzoo“ zeigt, wo heute bereits Roboter arbeiten und wo Robots als intelligente Assistenten des Menschen dienen können. An der TU Ilmenau sind zahlreiche Beispiele entstanden, von Inspektionsrobotern bis hin zu Lauf- und Kletterrobotern. Einer davon ist „Lukas“, der Fußball-Roboter - ein Beitrag der TU Ilmenau zum „RoboCup 2050“, bei dem Menschen gegen Roboter spielen werden.
In der großen Versuchshalle des Newtonbaus sind zahlreiche technische Vorführungen und ein passendes Musikprogramm zu erleben. Wo „Herr Beckert und das Universal-Druckluft-Orchester“ mit Gummihühnern und Plastikbananen auf die Pauke hauen, zeigt auch eine hochmoderne Kunststoffspritzgießmaschine, wie dieser Werkstoff geschmolzen und geformt wird. (Druck-)Luft spielt keine Rolle bei der computergestützten Dreh- und Fräsbearbeitung von Schachfiguren, aber bei der SCALEX-Hochdruckanlage zur Strömungsmessung, die die Klimatisierung oder Brandbekämpfung unterstützt. Wasser ist das Element, in dem mit der Laserschnittanlage die Strömungsmessung um Flugzeuge und Kraftfahrzeuge vorgeführt wird. Und allerfeinste Optik benötigt das „Laser Scanning Microscop“ zur Analyse von Material oder biologischen Proben.
Technik trifft Percussion: Die Gruppe „Ratamahata“ trommelt afrikanische und lateinamerikanische Rhythmen, ein akustisches Erlebnis in einer großen Versuchshalle. Leise Töne sind hingegen vernehmbar, wenn Technik auf schwarzen Humor trifft: „Die Wedekinder“ singen Mitternachtslieder, und wer Eberhard Manske und Helge Mammen kennt, weiß, dass dies keine Lieder zum Schlafen sind!
Teil 8: Feynmanbau „Märchenhafte Mikrowelten“
Forschung und Entwicklung im Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien der TU Ilmenau bewegen sich in Dimensionen, die das menschliche Auge längst nicht mehr erfassen kann. Wer „Märchenhafte Mikrowelten“ erleben will, besucht in der Langen Nacht den Feynmanbau.
Die Mitarbeiter gewähren dem staunenden Publikum, einen einmaligen Einblick in ihre Reinräume und Speziallabore, die sonst nicht zugänglich sind und auch nicht außerhalb des Gebäudes gezeigt werden können. Auf dem Weg durch das Gebäude begleiten „Projektionen“ die Besucher: Eindrucksvolle Fotografien und Aufnahmen, die aus der Arbeit mit den kleinsten Teilchen entstanden.
Wer tiefer in die Mikro- und Nanowelt eintauchen und ihre Zusammenhänge verstehen möchte, der sei zu den halbstündlich stattfindenden Vorträgen eingeladen. „Wo findet man Nanostrukturen im Alltag?“ und „wie wird eigentlich Silizium gewonnen?“ sind nur zwei der Fragen, auf die die Experten im Laufe des Abends leicht verständliche Antworten geben. Selbst konstruieren, experimentieren und erfinden können die Besucher mit der „Imaginata“, dem Experimentarium für die Sinne. Kinder und Erwachsene haben hier die Chance, naturwissenschaftliche Phänomene selbst zu erleben. Zu später Stunde wird das Institut für Mathematik das Geheimnis des Magischen Quadrats lüften und mit Zahlenwürfeln, Kuss-Zahlen und „verschlungenen Herzen“ verblüffen.
„Verenica“ entführt Kinder und Erwachsene in die Zauberwelt der Märchen und verwandelt sie anschließend mit viel Phantasie in Fabelwesen, die so recht zu den wissenschaftlichen Märchenwelten passen. Die freundlich-nervige Flaxkabinett-Sicherheitsbeamtin Monika Laschnikow beobachtet das bunte Treiben, sorgt für Ruhe und Ordnung und entlarvt zuverlässig die Träger gefälschter Eheringe.
Musikalische Kontraste zur Forschungswelt setzen die Ilmenauer Gruppe Feuertanz und die tschechische Band Njorek mit deutscher und internationaler Folklore. Live zu hören ist außerdem Stephan Karmann, im Alltag Geschäftsführer des Zentrums für Mikro- und Nanotechnologien, mit meditativer Musik auf der Akustik-Gitarre.
Der Feynmanbau bietet zur Langen Nacht der Technik ein ausgewogenes ruhiges Wissenschaftsprogramm, dessen Themen sich gleichwohl auf Welt-Spitzenniveau bewegen und dessen Forschungsgegenstände viele Bereiche revolutioniert haben und noch revolutionieren werden.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Technische Universität Ilmenau.

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