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IHK Giessen-Friedberg

"Gesundheitsmarkt in Russland - "Made in Germany" hoch im Kurs"

20.09.2010 / 09:52. Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) gehören Gesundheitsleistungen und -produkte zu den Wachstumstreibern der deutschen Wirtschaft. Zu den wichtigsten Trägern gehört der deutsche Mittelstand. Die Potenziale, die bei der Erschließung von Auslandsmärkten liegen, sind jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft.


Unter dem Titel „Der russische Gesundheitsmarkt – Geschäftsmöglichkeiten und Perspektiven“ erhielten Unternehmerinnen und Unternehmer am 9. September bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg umfassende Informationen. Der russische Absatzmarkt für Medizinprodukte bietet enorme Chancen – so das Fazit aller anwesenden Experten. Die IHK hatte gemeinsam mit dem Clustermanagement timm (Technologie & Innovation Medizinregion Mittelhessen), dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) und dem Ost- und Mitteleuropa Verein e. V. eingeladen. Mit knapp 60 Teilnehmern aus ganz Deutschland stieß das Thema auf großes Interesse.

Erfolgreich mit den richtigen Partnern vor Ort
Dr. Stefan Stein, Geschäftsführer der deutsch-russischen Auslandshandelskammer (AHK) in St. Petersburg, erläuterte in seinem Vortrag vor Vertretern aus den Branchen der Medizintechnik und Pharmaindustrie die Aussichten und Potenziale. Mit rund 140 Millionen Einwohnern und knapp 7.000 Krankenhäusern zeigt sich eine steigende Nachfrage an deutschen Gesundheitsleistungen und -produkten. Für einen erfolgreichen Markteinstieg sind das richtige Netzwerk und die interkulturellen Kompetenzen mitunter von besonderer Bedeutung. Gerade die AHKs bieten deutschen Unternehmen weltweit Ihre Unterstützung in der Erschließung von Märkten an.

Der Markt bietet enorme Chancen, aber auch Risiken
Wie wichtig die Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen ist, zeigte Dr. Christoph Dengler von der Kanzlei Mannheimer Swartling. Nur wer die Fallstricke und Besonderheiten des Systems in Russland kennt, kann sich langfristig behaupten. Dabei ging er insbesondere auf die Unterschiede zwischen Deutschland und Russland bei der Vertragsabwicklung und Rechtsauslegung ein.

Über seinen breiten Erfahrungsschatz in der Durchführung klinischer Studien weltweit, berichtete Dr. John Shillingford vom Unternehmen Averion und legte sein besonderes Augenmerk auf die Datenqualität und Unterschiede in der Bearbeitung des Datenbestandes.

Mit einem Einblick in die gesetzlichen Verfahren in der Zulassung von Medizinprodukten rundete Werner Kexel, Direktor für internationale Geschäftsentwicklung der Firma Eurocat, die Vorträge zur formellen Abwicklung ab.

Doch was sagen die Praktiker? Julius Krüger, Geschäftsführer von Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, zeigte die Unternehmerpraxis in Russland und die Hintergründe zum Markteinstieg auf. Auch im Anschluss stand er für Fragen Rede und Antwort.

Weiterführende Informationen sind erhältlich bei Elvin Yilmaz von der IHK Gießen-Friedberg, Tel.: 0641/7954-3505, E-Mail yilmaz@giessen-friedberg.ihk.de.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: IHK Giessen-Friedberg.

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