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Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
"Geistige Leistungsfähigkeit im Alter"
30.09.2010 / 11:08. Dass die geistige Leistungsfähigkeit im Alter nachlässt, ist ein normaler Alterungsprozess. Doch wann handelt es sich um eine krankhafte Veränderung, wie beispielsweise Demenz? Was kann davor schützen? Gibt es Möglichkeiten, die geistige Leistungsfähigkeit zu steigern? Um diese Fragen geht es beim fünften kostenlosen Vortragsabend der Reihe "Kunst des Alterns" am Mittwoch, 06. Oktober 2010, ab 18.00 Uhr. Zwei ausgewiesene Experten, Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb und Priv.-Doz. Dr. Andreas Fellgiebel von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz, geben den Besuchern Einblick in die Entstehung, Therapie und Vorsorge von krankhaften Veränderungen des Gehirns sowie Möglichkeiten des medikamentösen Hirndopings. Der Vortragsabend findet im Hörsaal der Chirurgie (Geb. 505H) auf dem Gelände der Universitätsmedizin Mainz (Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz) statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.Der Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Andreas Fellgiebel, Leiter der Gedächtnisambulanz der Universitätsmedizin Mainz, dreht sich um das Vorbeugen und Behandeln von Gedächtnisstörungen im Alter. Das normale Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter führt nicht zur Demenz. Entscheidend für die Entstehung einer Demenz ist das Zusammenspiel von pathologischen Hirnveränderungen und der Kompensationsmechanismen bzw. der Widerstandsfähigkeit des einzelnen Menschen. Vor diesem Hintergrund beleuchtet Fellgiebel, wie und inwieweit wir uns schon heute gegen eine Demenz wappnen können und welche zukünftigen Entwicklungen im Bereich Prävention absehbar oder möglich sind.
Wie wirksam gegenwärtig verfügbare Präparate zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit im gesunden Alterungsprozess sind, erläutert Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, in seinem Vortrag. Am Beispiel von Ginkgo biloba stellt er hierbei insbesondere Schein und Sein, Anspruch und evidenzbasierte Wirklichkeit des medikamentösen Hirndopings bei gesunden Älteren dar.
Weitere Termine, Titel und Referenten im Überblick:
* Mittwoch, 13. Oktober 2010, 18.00 Uhr (Moderation: Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb)
* Literatur und Alter - Das Alter in der Literatur Referent: Dr. med. Jürgen R. E. Bohl, Institut für Neuropathologie, Universitätsmedizin Mainz
* Gesund bis ins hohe Alter - Eine multidisziplinäre Strategie zur Prävention Referent: Prof. Dr. Dr. h. c. Ronald Grossart-Maticek, Heidelberg
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

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