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DFG-VK Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e.V.
Friedenskultur.2010 - Unsere Zukunft atomwaffenfrei! 19.-21. März 2010 in Essen
16.03.2010 / 11:08. Das kommende Wochenende steht im Zeichen des Friedens. Vom 19. bis 21.März finden in der Kulturhauptstadt Essen der Kongress und die Matinee
"Friedenskultur.2010 - Unsere Zukunft atomwaffenfrei" statt.
Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, ist
Schirmherr von "Friedenskultur.2010". In seinem Grußwort schreibt er,
auch zwanzig Jahre nach dem Ende des Ost-West-Konflikts "stellt die
schwerste Hinterlassenschaft des Kalten Krieges - das noch immer riesige
Arsenal an Atomwaffen - eine ernsthafte Bedrohung für den Frieden dar."
Der Bundestagsvizepräsident nimmt Bezug auf das Signal der Hoffnung, das
von US-Präsident Barack Obama ausgeht: "Deutschland unterstützt die
laufenden amerikanisch-russischen Verhandlungen über eine Reduzierung
der strategischen Waffen. Wir wollen, dass auch die letzten in
Deutschland verbliebenen Nuklearwaffen endlich verschrottet werden!"
Der Bürgermeister von Hiroshima, Tadatoshi Akiba, wird auf dem Kongress
per Videobotschaft bekräftigen, dass die Stadt Hiroshima sich für
Abrüstung einsetzen wird, bis die letzten Atomwaffen vernichtet sein
werden. "Lasst uns zusammenarbeiten und eine friedliche Welt, frei von
Atomwaffen, fordern", ruft er auf. Tadatoshi Akiba tritt für eine
Atomwaffenkonvention ein, mit der die Abrüstung aller Atomwaffen bis zum
Jahr 2020 verbindlich vereinbart wird. Hiroshima hat hierzu die
internationale Nichtregierungsorganisation "Mayors for Peace"
(Bürgermeister für den Frieden) gegründet, die mittlerweile 3.562
Mitgliedsstädte in 134 Ländern hat. Die japanischen Städte Hiroshima und
Nagasaki wurden 1945 durch Atombomben vernichtet, mehr als 265.000
Menschen verloren ihr Leben.
Im Mai 2010 findet in New York die Überprüfungskonferenz des
Atomwaffensperr-vertrages statt. Die internationale Friedensbewegung
setzt sich dafür ein, dass sich die Atomwaffenstaaten zu konkreten
Schritten atomarer Abrüstung verpflichten. Das gemeinsame Ziel ist eine
Welt ohne Atomwaffen.
Die Friedensbewegung in Deutschland fordert unter anderem, dass die
Bundesregierung sich stark macht für den Abzug der letzten US-Atomwaffen
aus Deutschland, für den Verzicht auf die Modernisierung von Atomwaffen
und für Verhandlungen über eine Nuklearwaffenkonvention. Wesentlicher
Teil der bundesdeutschen Aktivitäten sind der internationale Kongress
und die Künstlermatinee vom 19. bis 21. März in der Kulturhauptstadt
Essen. Mehr als 250 Teilnehmer/innen aus dem gesamten Bundesgebiet
werden zu dem Kongress am kommenden Wochenende erwartet.
Weitere Informationen über das Kongressprogramm, die Matinee
"KünstlerInnen für den Frieden" gibt es im Internet unter: www.friedenskultur2010.de.
Vier Träger veranstalten die Matinee und den Kongress: Die Deutsche
Friedensgesellschaft--Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), pax
christi Deutsche Sektion, die Internationalen Ärzte für die Verhütung
des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) und das Essener
Friedensforum.
Die DFG-VK ist mit dem Gründungsjahr 1892 die älteste und mit etwa 4.300 Mitglieder die größte pazifistische deutsche Friedensorganisation. Durch Landesverbänden und mit vielen Gruppen ist sie bundesweit vor Ort vertreten. Die Mitglieder der DFG-VK sind in allen friedenspolitischen Themen in regionalen, bundesweiten sowie internationalen Zusammenhängen aktiv.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: DFG-VK Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e.V..

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