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BayernSPD

Frauen in der CSU: Wer was verändern will, hat schlechte Karten

17.09.2010 / 10:04. Im Vorfeld der heutigen CSU-Vorstandssitzung zur Frauenpolitik erklärt die Generalsekretärin der BayernSPD Natascha Kohnen:

Beate Merk hat Recht: In der CSU passiert freiwillig keine Frauenförderung. Man kann dieser Partei nur wünschen, dass sie sich für eine Quote entscheidet.

Als Opposition ist es momentan überflüssig, die CSU zu kritisieren – sie streitet sich intern schon genug. Die jüngeren und die älteren Frauen in der CSU debattieren um die Quote. Die einen meinen, mit Leistung alles zu schaffen, die anderen haben Lebenserfahrung. Mich freut es, dass die Quotengegnerinnen in der CSU sich nicht diskriminiert fühlen – aber sei es in der Berufswelt oder im Privaten, der Punkt wird kommen, an dem sie an die gläserne Decke stoßen. Herdprämie, fehlenden Kinderkrippenplätze in Bayern – die CSU tut nicht nur in der Parteistruktur alles, um Frauen Steine in den Weg zu legen.


Reservierte Plätze für Frauen könnten ihr zumindest in den eigenen Reihen helfen, verkrustete und verfilzte männliche Strukturen aufzubrechen. Es würde der männlichsten aller deutschen Parteien nicht schaden, ihre nur 18 Prozent weiblichen Mitgliedern ernst zu nehmen. Will eine Frau in der CSU was werden, hat sie sich gegebenen Strukturen und den Vorstellungen der Männer anzupassen. Wer was verändern will, hat schlechte Karten.

In keiner anderen Partei ist der Frauenanteil unter Mitgliedern, Funktions- und Mandatsträgern oder in Führungspositionen so gering wie in der CSU. Nicht ein einziger Landratsposten der CSU wird von einer Frau besetzt. Im Bundestag beträgt der Frauenanteil bei den CSU-Abgeordneten gerade einmal 20 Prozent. Zum Vergleich: die Opposition kommt auf einen Anteil von über 45 Prozent.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: BayernSPD.

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