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FDP Rheinland-Pfalz

Förderung für schwache Schüler muss früher beginnen

24.09.2010 / 12:59.
„Dass 30 Schüler im Schuljahr 2009/ 2010 im Modellprojekt „Keine(r) ohne Abschluss“ ihren Schulabschluss nachholen konnten, ist eine erfreuliche Nachricht für alle Teilnehmer“ kommentierte die stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Nicole Morsblech die Stellungnahme zu der von Bildungsministerin Doris Ahnen gezogenen Bilanz. Die Landesregierung dürfe jedoch nicht suggerieren, dass das Problem der hohen Schulabbrecherquote damit gelöst sei. Vielmehr sei das Projekt „Keine(r) ohne Abschluss“ nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn es gebe seit Jahren jährlich über 3.000 Schüler, die das allgemeinbildende Schulsystem in Rheinland-Pfalz ohne Schulabschluss verließen. Diese besuchten in der Regel das Berufsvorbereitungsjahr der Berufsbildenden Schulen, welches jedoch nicht annähernd so günstige Rahmenbedingungen erhielte wie die fünf teilnehmenden Schulen am Projekt „Keine(r) ohne Abschluss“. „Ich stelle in Frage, ob die Landesregierung mit ihrer Schulpolitik der vergangenen Jahre dazu beigetragen hat, frühzeitig mehr abschlussgefährdeten Schülern eine echte Perspektive aufzuzeigen“, so Morsblech. Die FDP-Landtagsfraktion fordere seit Jahren, dass eine gezielte Förderung lern- und leistungsschwacher Schüler in kleinen Gruppen und mit einer stärkeren Praxisorientierung schon in der fünften Klasse erfolgen müsse. „Nach einem Scheitern nach neun Schuljahren setzt eine Kraftanstrengung in einem zusätzlichen zehnten Schuljahr für schwache Schüler viel zu spät ein“, sagte Morsblech abschließend.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: FDP Rheinland-Pfalz.

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