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Feinstaub-Bekämpfung erfordert deutliche Reduzierung des Individualverkehrs
30.09.2010 / 15:30. Zur bevorstehenden Verschärfung der Münchner Umweltzone und der Rüge der EU-Kommission an Deutschland bezüglich mangelnder Feinstaubreduktion erklärt Dieter Janecek, Landesvorsitzender der bayerischen Grünen und erfolgreicher Feinstaub-Kläger, vor dem Europäischen Gerichtshof:"Die Umweltzonen in Deutschland beginnen zu greifen. In über 40 Städten werden mittlerweile Fahrzeuge mit besonders hoher Feinstaubabsonderung aus den Innenstädten verbannt. Dies ist ein wichtiger Schritt angesichts der Tatsache, dass weiterhin laut Angaben von EU-Umweltkommissar Janez Potoc(nik 350.000 Menschen europaweit vorzeitig an den Folgen starker Luftverschmutzung sterben. Gleichzeitig zeichnet sich aber ab, dass die jetzigen Maßnahmen auch im Hinblick auf die neuen Stickoxid-Grenzwerte unzureichend sind. Die EU-Kommission hat wegen fehlender Konsequenz insbesondere Deutschland einen Blauen Brief geschrieben und härterer Maßnahmen für die Durchsetzung des Rechts auf saubere Luft verlangt.
Eine wirksame Reduktion von Feinstaub- und Stickoxidbelastung kann nur durch eine konsequente Verringerung des motorisierten Individualverkehrs erfolgen. Mit City-Maut, Parkraumbewirtschaftung, einer Bevorzugung von Car-Sharing, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr bei der innerstädtischen Verkehrsplanung liegen wirksame Konzept gegen Luftverschmutzung und für mehr Lebensqualität vor. Gefragt sind nun wirksame Vorgaben insbesondere in den Metropolen: Eine Verringerung des motorisierten Indivualverkehrs auf einen Anteil von deutlich unter 30% am Gesamtverkehrsaufkommen sollte verbindliches Ziel werden, um endlich zu einer wirksamen Verkehrswende zu kommen. Die Stadt München ist hier bereits auf einem guten Weg. So ist der Anteil von Rad, Fuß und ÖPNV innerhalb des Altstadtrings bereits bei 90%. Innerhalb des Mittleren Rings in München oder des Berliner Rings sind bereits über die Hälfte der Bevölkerung nicht mehr im Besitz eines PKWs. Die Vernetzung verschiedenster Verkehrsträger weg vom kapitalintensiven Einzelbesitz hin zur flexiblen Nutzung wie beim Car-Sharing bietet hier die attraktive Alternative, die es auszubauen gilt."
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Bündnis 90/Die Grünen Bayern.

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