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Universität Bremen

Fachkonferenz: Judenfeindschaft in der deutschen Presse

11.05.2010 / 10:37. Das Thema Judenfeindschaft und Antisemitismus in der historischen und zeitgeschichtlichen deutschen Presse ist bisher erst punktuell erforscht. Erstmals wird sich nun eine internationale Konferenz von Fachwissenschaftlern umfassend damit auseinandersetzen. „Judenfeindschaft und Antisemitismus in der deutschen Presse über fünf Jahrhunderte“ lautet der Titel der Tagung, die in der Zeit vom 23. – 26. Mai 2010 gemeinsam vom „Richard Koebner Minerva Center for German History“ der Hebrew University Jerusalem und der „Deutschen Presseforschung“ der Universität Bremen in der Hansestadt veranstaltet wird. Im Mittelpunkt der Fachtagung stehen die judenfeindlichen und antisemitischen Unterstellungen und Stereotype in der deutschen Medienlandschaft vom 16. Jahrhundert bis heute. Aber auch Versuche der Gegenwehr in der deutsch-jüdischen Presse des 19. und 20. Jahrhunderts werden behandelt.


Mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den zehn Ländern Deutschland, England, Frankreich, Israel, Österreich, Polen, Schweiz, Slowakei, Ungarn und USA kommen nach Bremen. Darunter sind Historiker, Literaturwissenschaftler, Kommunikations- und Medienwissenschaftler ebenso wie Kunsthistoriker. Die interessierte Öffentlichkeit ist zum Besuch einzelner Vorträge oder der Veranstaltung insgesamt herzlich eingeladen. Allerdings ist eine Anmeldung unter E-Mail vogel.janina@web.de oder Momme-Schwarz@uni-bremen.de erbeten. Die Konferenzsprachen sind deutsch und englisch.

Ausgangspunkt der Konferenz ist die Frage nach Inhalten, Äußerungsformen und Wirkungspotenzialen des publizistisch verbreiteten Antisemitismus in der deutschen Geschichte. Insbesondere interessieren hierbei Wurzeln, Traditionslinien und Motive. Die Konferenz behandelt eine Zeitspanne von fünf Jahrhunderten, beginnend mit Judenbildern in den Flugschriften des 16. Jahrhunderts und endend mit heutigen antisemitischen Publikationen im world wide web. Im Mittelpunkt stehen die Herausbildung von Judenfeindschaft und Antisemitismus zu einer in der Massenpresse des 19. Jahrhunderts breit wahrnehmbaren Strömung und deren Weiterentwicklung und politische Instrumentalisierung im frühen 20. Jahrhundert, in der Weimarer Zeit, im Nationalsozialismus.

Zur Eröffnung der Tagung gibt es am 23. Mai 2010 um 20 Uhr im Haus der Wissenschaft (Sandstr. 4/5) den öffentlichen Abendvortrag „Judenfeindschaft, Antisemitismus, Neuer Antisemitismus“ von Professor Moshe Zimmermann (Hebrew University Jerusalem).

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Universität Bremen.

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