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Exponate aus dem Dom-Museum sind im Bode-Museum Berlin zu sehen
17.09.2010 / 12:17. „Schätze des Glaubens“ sind ab 30. September im Berliner Bode-Museum zu bewundern – und wichtige Exponate dazu kommen aus Hildesheim. So werden an der Spree bis zum Ausstellungsende am 30. September 2012 unter anderem das Domtaufbecken und das Silberne Bernwardkreuz gezeigt.Der Hildesheimer Domschatz umfasst einzigartige Werke aus mehreren Jahrhunderten. Seit 1985 gehört er mit dem Dom und der Kirche St. Michaelis zum UNESCO-Welterbe. Im Rahmen der Domsanierung wird die Antoniuskirche neben dem Dom bis zum Jahre 2014 zu einem neuen Dom-Museum umgebaut. Um bis dahin wenigstens einen Teil der Bistumsschätze zeigen zu
können, hat der Direktor des Dom-Museums, Prof. Dr. Michael Brandt, Teile des Museumsbestandes an andere Museen ausgeliehen.
Einige Prunkstücke wanderten an die Spree und sind dort zwei Jahre lang im Bode-Museum ausgestellt. Dazu gehören neben dem Taufbecken und dem Bernwardkreuz auch die Große Goldene Madonna und die beiden Bernwardleuchter. Die Berliner wollen die Hildesheimer Leihgaben in ihrer Ausstellung mit Exponaten aus dem Kunstgewerbemuseum der Staatlichen
Museen zu Berlin kombinieren. Dieses Museum wird zurzeit ebenfalls umgebaut. Aus dessen Bestand sind in der Ausstellung vor allem zahlreiche Hauptwerke des berühmten Welfenschatzes zu sehen, dem einstigen Kirchenschatz des Stiftes St. Blasius in Braunschweig. Gezeigt werden unter anderem das wohl in Süditalien entstandene Welfenkreuz, der
Tragaltar des Eilbertus Coloniensis und das Kuppelreliquiar aus Köln. Diesem Kuppelreliquiar stellen die Berliner Ausstellungsmacher in ihrem Museum das Hildesheimer Kopfreliquiar des Heiligen Oswald gegenüber. „Die beiden zentralbauförmigen Werke belegen die faszinierende Variationsbreite romanischer Goldschmiedekunst in den formalen Gestaltungen, angewandten Techniken und konstruktiven Lösungen“, heißt es dazu aus dem Bode-Museum.
Die Ausstellung „Schätze des Glaubens“ wird mehr als siebzig herausragende Werke sakraler Kunst umfassen, neben den Reliquiaren auch liturgische Geräte, Bücher und Textilien. Viele von ihnen waren bislang noch nicht gemeinsam zu sehen. „In ihrer prononcierten Gegenüberstellung erschließen sich dem Betrachter neue, oft ungeahnte Perspektiven auf diese Zeugnisse tiefen Glaubens und höchster Kunstfertigkeit“, schreibt dazu die Presseabteilung des Museums.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Bistum Hildesheim.

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