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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW

Exotische Tiere in falschen Händen verbieten:

24.03.2010 / 11:23. Anlässlich des jüngsten Falls einer entflohenen Giftschlange in Mülheim an der Ruhr, fordert die Grüne Fraktion heute im Landtag mit einem Antrag konkrete Konsequenzen. Dazu erklärt Johannes Remmel MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer und Umweltpolitischer Sprecher:

"Der Fall der entflohenen Monokel-Kobra in Mülheim an der Ruhr zeigt, dass nicht nur für die Halter, sondern auch für die unmittelbare Umgebung erhebliche Gefahren von diesen Tieren ausgehen. Exotische gefährliche Tiere haben in falschen Händen nichts zu suchen. Es darf nicht sein, dass das Halten solcher Tiere ohne ausreichende Fachkenntnis und entsprechende Ausrüstung erlaubt ist. Eine Gefährdung durch gefährliche und exotische Tieren für den Menschen, besonders für Unbeteiligte, muss ausgeschlossen werden.


Eine gesetzliche Regelung ist aus unserer Sicht dringend notwendig. Während in Berlin, Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie in Hessen die Haltung von Giftschlangen verboten ist und in Bremen und Bayern nur unter Auflagen erlaubt wird, kann in NRW nach wie vor jede Privatperson über das Internet oder in der Zoohandlung um die Ecke eine Giftschlange kaufen. Ein Sachkundenachweis beim Kauf der Tiere findet in aller Regel nicht statt, und die Behörden sind überfordert. Unsere bisherigen Grünen Initiativen wurden von der Landesregierung lapidar mit der Begründung abgelehnt, man wolle die Entwicklung in anderen Bundesländern erst abwarten und auswerten. Spätestens nach dem aktuellen Vorfall muss gehandelt werden.

Wir fordern noch diese Landesregierung auf, eine konkrete gesetzliche Regelung für die nächste Legislaturperiode vorzubereiten, so dass der neu gewählte Landtag in einer seiner ersten Sitzungen direkt ein entsprechend restriktives Gesetz verabschieden kann. Nordrhein-Westfalen muss eine gesetzliche Grundlage auch für ein Register schaffen, in dem Halterinnen und Halter sowie deren giftige und gefährliche Tiere nach Art und Anzahl aufgeführt werden.

Die Landesregierung darf sich nicht weiter durchschlängeln, sondern muss jetzt handeln."

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW.

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