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Ewiges Leben auf dem Prüfstand der Vernunft
29.09.2010 / 10:45. Wenn Christen „erbärmlicher daran sind als alle anderen Menschen“ Philosophische Woche fragt nach „Leben und Überleben“Ist der von allen christlichen Konfessionen bekannte Glaube an die Auferstehung von den Toten und ein ewiges Leben noch vernünftig zu erklären? Oder müssen wir im Licht naturwissenschaftlicher Erkenntnis andere als die traditionellen Antworten geben? Mit dieser für die Zukunft der christlichen Botschaft existentiellen Frage wird sich die diesjährige Philosophische Woche auseinandersetzen, die die Katholische Akademie in Bayern in Kooperation mit der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München vom 6. bis 9. Oktober im Kardinal-Wendel-Haus (Mandelstraße 23) in der bayerischen Landeshauptstadt veranstaltet.
„Der Glaube an die Auferstehung bildet Mitte und Fundament christlicher Botschaft; mit ihm steht und fällt das Christentum“, betonen Akademiedirektor Florian Schuller und Professor Godehard Brüntrup SJ von der Hochschule in ihrer gemeinsamen Einladung unter Berufung auf den Apostel Paulus. Dieser hatte in seinem ersten Korintherbrief deutlich gemacht: „Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen“. (1 Kor, 15,19)
Philosophen und Theologen verschiedener Fachrichtungen werden sich dem zentralen Thema der Philosophischen Woche, Leben und Überleben. Die Hoffnung auf ewiges Leben vor dem Anspruch der Vernunft, in Vorträgen und Arbeitskreisen stellen. Zur Diskussion steht, ob überhaupt und wie „auferstandenes Leben“ begreiflich und somit rational plausibel gemacht werden kann. Es wird danach gefragt, ob es heute noch gelingen kann, die Möglichkeiten eines Lebens jenseits des Todes argumentativ zu ergründen und ob zeitgenössische Philosophie somit „noch immer Denkwege in jene Bereiche gehen kann, die der Erfahrung unserer Sinne verschlossen sind“. Eingehend behandelt die Veranstaltung auch das “Rätsel Nahtod” und fragt, ob „Nahtod-Erfahrungen ein Beweis für das Überleben unseres Todes“ sein könnten.
In einem öffentlichen Abendvortrag, der am Donnerstag, 7. Oktober, 19.00 Uhr, im Rahmen der Woche stattfindet, wird sich Bertram Stubenrauch, Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Universität München, mit dem Verhältnis von christlichem Auferstehungsglauben und der Lehre von der Reinkarnation (Wiedergeburt) auseinandersetzen, der nach statistischen Erhebungen auch in Europa eine beachtliche Anzahl von Personen zuneigt.
Die Teilnahme an den Veranstaltungen der Philosophischen Woche ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich (Katholische Akademie in Bayern, Telefon 089/ 38 10 20.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: idw Informationsdienst Wissenschaft.

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