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Hessisches Ministerium der Justiz, für Integration und Europa

Europastaatssekretärin Nicola Beer verleiht Jugendpreis 2010

17.09.2010 / 13:24. Wiesbaden - Kann das Leben in ländlichen Gebieten als positives Integrationsmodell dienen? Welche Rolle können junge Menschen in diesem Prozess spielen? Mit diesen Aufgabenstellungen haben sich Schülerinnen und Schüler aus Hessen und seinen europäischen Partnerregionen Emilia-Romagna (Italien) und Wielkopolska (Polen) im Rahmen des Wettbewerbs „Integration in ländlichen Gebieten“ um den Jugendpreis 2010 beschäftigt.


Die besten der eingesandten Ideen hat die Staatssekretärin für Europaangelegenheiten, Nicola Beer, heute in Wiesbaden prämiert. „Die Arbeiten zeigen eine große Bandbreite von Möglichkeiten auf, wie das Landleben als positives Integrationsmodell dienen kann und besonders welchen Beitrag gerade junge Leute hier leisten können“, erklärte Staatssekretärin Beer. „Gerade im ‘Europäischen Jahr der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung‘ machen die Arbeiten deutlich, wie wichtig die Suche nach neuen Ansätzen zur Verbesserung der Integration von Migranten und anderen am Rande der Gesellschaft stehenden Menschen ist.“

Herr Dr. Thomas Wurzel, Stiftungsrat der Jugendpreisstiftung, stellte die prämierten Arbeiten im Einzelnen vor:

1. Preis: Projekt „HANF“ – Hallo an neue Freunde Die Arbeit ist das Ergebnis eines mehrmonatigen Projekts von 53 Schülerinnen und Schüler des Liceo Ginnasio Statale „Guiseppe Cevolani“ in Cento/Region Emilia-Romagna im Kurs Deutsch
als Fremdsprache. Auf der Grundlage der Situation in Cento werden verschiedene Möglichkeiten zur Begegnung und Verständigung geschaffen, angefangen von Theaterspiel, bis hin zu gemeinsamen Kochkursen.

2. Preise: „Die Geschichte des polnischen Fabrizio“ Der mehrsprachige Film von Krzystof W. Jaworski, Miriam Kups und Katarzyna Ratajczak vonder Universität Poznan zeigt die Geschichte von Fabrizio aus der italienischen Region Emilia-
Romagna, der sein Glück sucht und dabei seinen Weg nach Wielkopolska in Polen findet. „Integration – was ist denn das?“

Kevin Zipf, Viviane Liebgerum, Anke Gottfried, Franziska Sann, Laura Albach, eine altersgemischte Gruppe praktisch bildbarer Schüler der Gallus-Schule Grünberg hat sich mit der Begriffsbestimmung „Integration“ auseinander gesetzt und vor laufender Kamera Lehrer und Angestellte der Schule sowie Passanten auf der Straße befragt. Die Arbeit berührt durch das, was zwischen den Zeilen gesagt wird und vermittelt die Außenseiterrolle, in der sich die Schüler befinden.
„Integration in ländlichen Gebieten“ Schülerinnen und Schüler der kaufmännischen Schule „Instituto Commerciale per il Turismo“ in Ravenna/Emilia-Romagna haben sich mit der Situation der Einwanderer in Ravenna beschäftigt und vielfältige konkrete Vorschläge zur Lösung der Probleme bei der Integration der Einwanderer gemacht.

Der Jugendpreis 2010 der Jugendpreisstiftung der Hessischen Akademie der Forschung und Planung im ländlichen Raum wurde in diesem Jahr zum fünften Mal in Hessen und seinen Partnerregionen ausgeschrieben. Der erste Preis ist mit einer Prämie von 1.200 Euro dotiert, die drei Preisträger der zweiten Plätze erhalten je 800 Euro.

„Die Jugendpreisstiftung der Hessischen Akademie engagiert sich seit Jahren in der Arbeit mit Jugendlichen. Ihr ist es gelungen, die Idee des Jugendpreises auch in unsere Partnerregionen zu transportieren und diese für eine Teilnahme zu begeistern. Für dieses Engagement möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, erklärte Staatssekretärin Beer abschließend.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Hessisches Ministerium der Justiz, für Integration und Europa.

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