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Erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik braucht regionale Konzepte - Haushaltsausschuss muss Bundesmittel freigebe
21.04.2010 / 10:35. Der Deutsche Städtetag begrüßt die Initiative der Bundesregierung für eine stärkere Förderung von langzeitarbeitslosen Jugendlichen, Alleinerziehenden und Älteren. Anlässlich der heutigen Behandlung des Themas "Stabile Brücken für den Arbeitsmarkt" im Bundeskabinett appellieren die Städte an den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages, die Bundesmittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik im Jahr 2010 vollständig freizugeben. Nur so könne die Effizienz der Eingliederungsstrategien und der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gesteigert und die regionale Kompetenz erfolgreich eingebunden werden. Bisher sind 900 Millionen Euro der für 2010 vorgesehenen Eingliederungsmittel in Höhe von 6,6 Milliarden Euro gesperrt."Für individuelle Lebenslagen und Qualifizierungsprofile der Arbeitslosen gibt es keine Lösungen von der Stange. Das haben die Erfahrungen der vergangenen Jahre gezeigt. Erfolgversprechend sind Strategien, die den lokalen Arbeitsmarkt kennen, die Langzeitarbeitslosen passgenau qualifizieren und ihnen helfen, soziale Problemlagen zu bewältigen", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Dr. Stephan Articus.
Die Städte unterstützen die Bundesregierung in ihren Bemühungen, besonders benachteiligte Zielgruppen - wie zum Beispiel die Alleinerziehenden - stärker zu fördern. Wichtig sei jedoch eine genaue Problemanalyse und umfassende individuelle Förderung. Hierzu gehöre, so Articus, natürlich ein passender Kinderbetreuungsplatz, wenn die Eltern ein Arbeitsplatzangebot erhalten oder eine Qualifizierungsmaßnahme antreten. Die vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass Langzeitarbeitslose häufig Qualifizierungsdefizite oder gesundheitliche Einschränkungen haben und aufgrund ihrer familiären Situation weniger mobil sind. Darüber hinaus haben soziale Schlüsselqualifikationen der Langzeitarbeitslosen für die Arbeitgeber einen hohen Stellenwert. Sie müssten trainiert und gefestigt werden.
Die Kommunen tragen beispielsweise durch den stetigen Ausbau der Kinderbetreuung intensiv dazu bei, Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. "Gerade Langzeitarbeitslose und Alleinerziehende profitieren hiervon heute schon besonders, da sie bevorzugt Betreuungsplätze erhalten", sagte Articus.
Generell ist ein gut funktionierendes soziales Netzwerk in der Kommune mit Beratungsangeboten und Förderstrukturen sehr wichtig für die Betroffenen, um sie bei der beruflichen Integration zu unterstützen.
"Die Städte haben als Träger der Unterkunftskosten für Langzeitarbeitslose ein großes Interesse daran, dass alle Chancen des Arbeitsmarktes im Sinne des Förderns und Forderns bestmöglich genutzt werden", so Articus weiter. So könne auch die Zahl der erwerbstätigen "Aufstocker" reduziert werden.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Deutscher Städtetag.

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