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Erfahrung trifft auf Herausforderung - Potsdamer "Campus der Generationen" ist Demografie-Beispiel des Monats
28.09.2010 / 15:07. Als Demografie-Beispiel des Monats Oktober hat die Staatskanzlei heute den Potsdamer "Campus der Generationen" ausgezeichnet. Mit Hilfe sechsmonatiger Weiterbildung sollen die Chancen älterer erwerbsloser Akademiker auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden. Die Teilnehmer setzen gemeinsam mit Studierenden der Universität Projekte um, die von brandenburgischen Unternehmen in Auftrag gegeben wurden. Zudem bekommen die Männer und Frauen an der Universität, die den "Campus der Generationen" initiiert hatte, Schlüsselkompetenzen vermittelt.Im Auftrag des Chefs der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber, besuchte Abteilungsleiterin Birgit Gidde die Abschlussveranstaltung des 3. Qualifizierungsdurchgangs. Gidde lobte den generationsübergreifenden Ansatz. "Hier profitieren beide Seiten: Die Studierenden vom Wissen und den Erfahrungen der Älteren, diese wiederum vom Elan und der Neugier der Jüngeren. Diese erleben zugleich hautnah, wie wichtig lebenslanges Lernen ist. Durch die praxisbezogene Arbeit wird brandenburgischen Unternehmen vermittelt, welche Potenziale in der Generation 50plus stecken. Auf die Berufs- und Lebenserfahrungen der Älteren können wir nicht verzichten. Diese Einsicht muss sich noch stärker durchsetzen."
Das von der UP Transfer GmbH der Uni Potsdam getragene Projekt wendet sich an erwerbslose Akademikerinnen und Akademiker im Alter zwischen 50 und 64 Jahren. Im 3. Qualifizierungsdurchgang erarbeiteten 19 Frauen und Männer mit 16 Studierenden in verschiedenen Gruppen beispielsweise eine Besucheranalyse und eine Marketingstrategie für das Potsdamer Kabarett "Obelisk", ein Geschäftsmodell für die Etablierung eines Reiseveranstalters im Naturtourismus und Ideen für einen "Klimaneutralen Campingpark Sanssouci". Alle Projekte wurden auf der Abschlussveranstaltung vorgestellt.
Prof. Dr. Dieter Wagner, Projektleiter des "Campus der Generationen" und Vizepräsident der Universität Potsdam, zog eine positive Bilanz: "Noch vor Abschluss des dritten Durchgangs haben vier Männer und eine Frau eine neue Arbeitsstelle gefunden. Seit Beginn dieses Qualifizierungsmodells vor anderthalb Jahren konnten von den insgesamt 41 Teilnehmern 16 Frauen und Männer in ein neues Arbeitsverhältnis vermittelt werden." Projektkoordinatorin Kerstin Grothe-Benkenstein ist zuversichtlich, dass diese Quote noch verbessert werden kann. Aufgrund der guten Ergebnisse wurde inzwischen die Projektlaufzeit verlängert. Gegenwärtig läuft der Aufruf an arbeitslose Akademiker und Brandenburger Unternehmen zur Teilnahme am 4. Qualifizierungsdurchgang.
Das vom Land Brandenburg und dem Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt ist Teil der Innopunkt-Kampagne "Ältere - Erfahrung trifft Herausforderung" der LASA Brandenburg. Die Teilnehmer sind während des Semesters als Gasthörer an der Hochschule eingeschrieben. Sie können damit alle Möglichkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens sowie das reguläre Lehrangebot nutzen. Bestandteil des Projekts sind ferner Trainingsmodule zu Schlüsselkompetenzen wie Projektmanagement, Kreativitätstechniken, Kommunikation und Rhetorik. In einer anschließenden Vermittlungsphase werden die Projektteilnehmer beim Wiedereinstieg in den Beruf durch individuelle Beratung und Betreuung unterstützt.
Der "Campus der Generationen" ist ein weiteres Projekt auf dem virtuellen "Marktplatz der Möglichkeiten", mit dem die Staatskanzlei innovative, beispielgebende Projekte im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts "Marktplatz der Möglichkeiten" unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Staatskanzlei Brandenburg.

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