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Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V.
E.on -Energieerzeugung ohne Nachhaltigkeit?
06.05.2010 / 10:25. Der neue Vorstandsvorsitzende Dr. Johannes Teyssen muss sich bei der E.ON-Hauptversammlung heute in Essen wegen der verantwortungslosen Atompolitik und der klimaschädlichen Geschäfte seines Konzerns verantworten. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre überreicht Dr. Teyssen die aktuelle Konzernstudie „E.ON – Energieerzeugung ohne Nachhaltigkeit?“.„E.ON betreibt in Deutschland und in Europa eine aggressive Atom-Expansionspolitik, obwohl die weitere Nutzung der Atomenergie den dringend notwendigen Umstieg auf erneuerbare Energien verhindert“, sagt Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands. Zusammen mit Atomkraftgegnern und der Entwicklungsorganisation Oxfam fordern die Kritischen Aktionäre, Vorstand und Aufsichtsrat der E.ON AG nicht zu entlasten. Der Konzern setze auf den Erhalt und Ausbau der Stromerzeugung aus fossilen Quellen und blockiere so die Umstrukturierung der Energiebranche hin zu mehr Klimafreundlichkeit. „Eine der schlimmsten Folgen des Klimawandels ist die Gefährdung der Ernährungssicherheit und der Hunger“, so Dufner.
„E.ON könnte verspieltes Vertrauen zurückgewinnen, wenn der Konzern entschlossen Kraftwerkskapazität in erneuerbaren Energien aufbauen würde“, empfehlen die Kritischen Aktionäre in ihrer Nachhaltigkeitsstudie. „Im Jahr 2009 erzeugte E.ON gerade mal 4 Prozent des Stromes aus Windkraft, andere erneuerbare Ressourcen wie Solarenergie oder Biomasse sind in kaum nennenswertem Maße vertreten.“ In Deutschland beträgt der gesamte Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung dagegen schon 15 Prozent. „E.ON bewegt sich langsamer als der Markt. Das ist riskant auch für Aktionäre, die durch diese Nachtrab-Politik möglicherweise Unternehmenswert verlieren“, so der Autor der Studie, Gerd Hofielen.
„Wir müssen weiter umbauen“, war von Dr. Teyssen in einem Interview zum Amtsantritt zu hören. „Wir dürfen nicht nur über effizienten Energieeinsatz reden, sondern müssen selber effizienter werden.“ Der neue E.ON-CEO, so Dufner, müsse den Aktionärinnen und Aktionären erklären, was er mit dieser kryptischen Äußerung meine. „Wie bei vielen E.ON-Publikationen befürchte ich auch hier, dass hinter der Inhaltsarmut der Sprache die Substanzarmut der Nachhaltigkeitsleistung steckt.“
Der Dachverband und Atomkraftgegner betonen, dass der Protest der letzten Jahre sehr erfolgreich gewesen sei. So konnte der Export von Uranmüll aus dem westfälischen Gronau und dem niederländischen Almelo nach Russland gestoppt werden. In Krümmel und Brunsbüttel befindet sich E.ON zusammen mit Vattenfall in der Defensive und auch in Ahaus schlage E.ON, RWE und Co. wieder mächtig Gegenwind ins Gesicht. Das Kohlekraftwerk Datteln stehe auf der Kippe.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V..

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