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Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Entschädigungsfonds für Missbrauchsopfer: Jesuiten tun den ersten Schritt

16.09.2010 / 14:01. Zur Ankündigung des Jesuitenordens, die Opfer von sexuellem Missbrauch finanziell entschädigen zu wollen, erklärt Renate Künast, Fraktionsvorsitzende:

Es ist ein erster Schritt, wenn die Jesuiten vorangehen und Opfer sexueller Gewalt finanziell entschädigen wollen. Jetzt ist wichtig, mit den Betroffenen auf Augenhöhe in einen Dialog einzutreten. Alle Institutionen, die Fälle sexuellen Missbrauchs zu verantworten haben, sind jetzt in der Pflicht, dem Beispiel des Jesuitenordens zu folgen. Auch sie müssen Entschädigungszahlungen auf den Weg  bringen. Finanzielle Entschädigung kann widerfahrenes Leid nicht wieder gut machen. Aber sie ist ein Symbol, erlittenes Unrecht öffentlich anzuerkennen. Wir Grüne fordern die Einrichtung eines Entschädigungsfonds, in den alle betroffenen Institutionen einzahlen müssen.


Die Aufklärung und Aufarbeitung der Fälle muss rückhaltlos weitergehen, Hilfs- und Beratungsstrukturen müssen ausgebaut werden. Für die Zukunft gilt: Die Kinder müssen geschützt werden, nicht die Institutionen.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

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