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Justus-Liebig-Universität Gießen

Energiepflanzen sind sinnvoller Bestandteil der "Landschaft der Zukunft"

12.03.2010 / 09:09. Im Rahmen eines Symposiums im Freilichtmuseum Hessenpark wurden heute die Ergebnisse des zu Ende gehenden Forschungsprojekts "Energiepflanzen – Land­schaft der Zukunft" der Justus-Liebig-Universität Gießen vorgestellt.

Die Beiträge der vier beteiligten Professuren – es sind dies Prof. Dr. Hans-Georg Frede (Ressourcenmanagement), Prof. Dr. Stefan Gäth, (Abfall- und Ressourcen­management), Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich Kuhlmann (Betriebslehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft) sowie Prof. Dr. Dr. Annette Otte (Landschaftsökologie und Landschaftsplanung) – machten deutlich, dass der Anbau von Energiemais in der untersuchten Region Südhessen sowohl wirtschaftlich als auch umwelt- und res­sourcenschonend ist, wenn die Landwirte die Empfehlungen für einen nachhaltigen Anbau beachten. Die Untersuchungsergebnisse zeigen aber auch, dass die vor­handenen Anbauflächen für Energiepflanzen im Untersuchungsgebiet nicht ausrei­chen, um den politisch gewünschten Anteil an erneuerbarer Energie aus der Fläche zu gewinnen.


"In vielen Meldungen wird der Eindruck vermittelt, dass der Anbau von Energie­pflanzen zu Lasten von Natur und Landschaft geht. Dieser Eindruck ist in dieser pauschalen Form nicht zutreffend. Das legen unsere Forschungsergebnisse nicht nur für die untersuchte Region Südhessen nahe", erläuterte Prof. Dr. Hans-Georg Frede, Inhaber der Professur für Ressourcenmanagement am Fachbereich 09, Interdisziplinäres Forschungszentrum (IFZ) der Justus-Liebig-Universität, und Sprecher des Forschungsprojektes "Energiepflanzen – Landschaft der Zukunft" im Rahmen des Symposiums.

"Vor dem Hintergrund der besonderen Rolle der Bioenergie innerhalb der erneuer­baren Energien ist es von wachsender Bedeutung, fachübergreifende Forschungs­ansätze zu haben, welche die Auswirkungen sich ändernder Landnutzung auf die Kreisläufe in Natur und Umwelt untersuchen und Ansätze zeigen, wie eine ökono­misch und ökologisch tragbare Nutzung von Bioenergie möglich ist", unterstrich der Energiestaatssekretär Mark Weinmeister vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der im Anschluss an das Sympo­sium die Ausstellung "Energiepflanzen – Landschaf(f)t nutzen" eröffnete, die ab sofort bis zum 28. November 2010 im Freilichtmuseum Hessenpark zu sehen sein wird.

Das Symposium "Energiepflanzen – Landschaft der Zukunft" und die Ausstellung "Energiepflanzen – Landschaf(f)t nutzen" wurden gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das NATURpur Institut für Klima- und Umweltschutz.

Weitere Informationen www.hessenpark.de
www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb09/institute/ilr/ilr-frede

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Justus-Liebig-Universität Gießen.

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