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SPD-Landtagsfraktion Saarland

Eindämmung des Katzenelends: Ehrenamtler brauchen aktive Unterstützung

30.09.2010 / 12:03. Die SPD-Landtagsfraktion kritisiert das Umweltministerium hinsichtlich ihres Nichtstuns zur Eindämmung des Katzenelends im Saarland. „Runde Tische mit Gesprächsrunden in angenehmer Atmosphäre helfen den Ehrenamtler, die sich zahlreich des Problems des Katzenelends annehmen, nicht.“ Damit reagiert die tierschutzpolitische Sprecherin, Gisela Kolb auf ergebnislose Gespräche mit Umweltstaatssekretär Borger, Tierschützern, Vertreter der saarländischen Tierheimen sowie der Tierschutzstiftung.


„Die Ehrenamtler benötigten endlich aktive Unterstützung und konkrete Hilfen. So ist darüber nachzudenken, ob die im Rahmen des Haushaltes 2010 zusätzlich für den Tierschutz bereit gestellten Mittel in Höhe von 100.000 Euro zum ablaufenden Haushaltjahr zur Eindämmung des Katzenelends eingesetzt werden. Das ist ein Beitrag zum aktiven Tierschutz. Im Übrigen fordert die SPD seit Jahren Haushaltsmittel für ein Kastrationsprojekt im Saarland – zuletzt während der Haushaltsberatung 2010“, so Kolb.

Kritisch steht die SPD zu einer Einführung der Kastrationspflicht als Allheilmittel, das Beispiel einiger Kommunen in Deutschland könnte allerdings bundesweit Schule machen. „Viele der Katzenbesitzer können sich die Kosten für eine Kastration nicht leisten. Aber die Erfahrungen beispielsweise der Stadt Paderborn oder auch Delmenhorst zeigen einen möglichen Weg auf mit dem das Problem der immer weiter anwachsenden Katzenpopulation zumindest eingedämmt werden kann. Dort klären die Veterinärbehörden die Katzenhalter über die Folgen der unkontrollierten Fortpflanzung auf, sie sensibilisieren sie dafür. Ergebnis: Die Zahl der Kastrationen der Katzen ist – wie der Deutsche Tierschutzbund hinweist – merklich angestiegen.“

Dass Umweltministerin Simone Peter – quasi als oberste Tierschutzbeauftragte des Saarlandes – beispielhafte Modelle für das Saarland nicht übernehme bzw. sich für die Umsetzung auf kommunaler Ebene nicht dafür einsetze, spreche Bände und unterstreicht das Nicht-Handeln.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: SPD-Landtagsfraktion Saarland.

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