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Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Donar - das Loch Ness von Hamm
17.05.2010 / 12:50. Zu Berichten über angebliche Gespräche zwischen RAG und Thyssen-Krupp über den Aufschluss des Kokskohlelfeldes Donar in Hamm erklärt Oliver Krischer, Sprecher für Energie- und Ressourceneffizienz:Immer dann, wenn die zuvor gefallenen Weltmarktpreise für Kokskohle wieder steigen, taucht in Hamm das Kokskohlenfeld Donar aus dem westfälischen Untergrund auf, genauso wie Nessie aus dem Wasser des schottischen Loch Ness.
Dabei ist der Aufschluss von Donar genauso real wie das Seeungeheuer. An Donar klammern sich die Hoffnungen all derer, die nicht akzeptieren wollen, dass der Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau beschlossen und spätestens 2018 vollzogen sein wird. Auch Kokskohle aus Donar ist ohne staatliche Subventionen nicht förderbar. Sonst hätte sich in den letzten fünf Jahren längst ein Investor gefunden, denn niemand ist in Deutschland daran gehindert, auf eigenes Risiko Bergbau zu betreiben.
Dass gerade jetzt Berichte über angebliche Gespräche auf Vorstandsebene zwischen Thyssen-Krupp und RAG lanciert werden, von denen nicht einmal der Sprecher des Stahlkonzerns etwas weiß, ist wohl eher ein unbeholfenes und leicht zu durchschauendes Manöver, die in Düsseldorf über eine Regierungsbildung verhandelnde SPD und ihren Traum vom "Nationalen Steinkohlesockel" medial zu unterstützen. Neue Subventionsgräber im Steinkohlebergbau sind angesichts der Lage der öffentlichen Haushalte unverantwortbar.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

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