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Dialogkampagne "Macht Bildung!" - SPD fordert qualitative Bildungsreform statt reiner Strukturdebatte
15.05.2010 / 13:20. Die SPD Saar hat heute im Rahmen ihrer Klausurtagung in Wallerfangen die bildungspolitische Dialogkampagne "Macht Bildung!" gestartet. Im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen, Hearings und einer web-basierten Diskussionsplattform auf www.macht-bildung.de will die SPD Saar in den kommenden Wochen mit den Saarländern über die richtigen bildungspolitischen Konzepte diskutieren. Erst am Ende dieses breiten Dialogprozesses will die SPD Saar auf einem kleinen Parteitag ihre Position in der Debatte um mögliche Verfassungsänderungen festlegen und Bedingungen formulieren. Eine umfassende Bildungsreform ist vor dem Hintergrund der Verfassungslage nur mit Zustimmung der SPD möglich.Als inhaltliche Grundlage der Debatte haben SPD-Landeschef Heiko Maas und der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Ulrich Commercon, heute in Wallerfangen ein Positionspapier vorgestellt, das von den Teilnehmern der Klausurtagung einstimmig angenommen worden ist. Während Saar-Bildungsminister Kessler noch nach einem Konzept sucht, ist die SPD Saar damit die erste Partei, die ein schlüssiges Gesamtkonzept vorlegt.
SPD-Landeschef Heiko Maas: "Uns geht es um viel mehr, als die Diskussion wie die Jamaika-Regierung auf eine reine Strukturdebatte einzuengen. Wir wollen eine wirkliche, qualitative Verbesserung des saarländischen Bildungssystems auf allen Ebenen. Wir wollen eine echte Bildungsreform. Während die Jamaika-Regierung in schlechter, alter CDU-Tradition über die Köpfe der Bürger hinweg entscheiden will, wollen wir die Menschen im Land mitentscheiden lassen. Wir wollen wissen: Was ist den Menschen bei der Bildungspolitik wichtig? Unsere Grundhaltung ist klar: Wir streiten für faire Bildungschancen. Wir wollen, dass der Bildungserfolg der Kinder nicht vom Geld beutel der Eltern abhängig ist. Und wir wollen, dass kein Kind zurückbleibt."
Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Ulrich Commercon unterstrich dabei die Entschlossenheit der SPD, nichts mitzumachen, was zu einem weiteren Stillstand in der saarländischen Bildungspolitik führt. "Wir wollen, dass sich die Schule den Kindern anpasst und nicht die Kinder der Schule. In keinem anderen Bundesland wird pro Schüler so wenig in Bildung investiert wie im Saarland. Wir wollen ein modernes Bildungsangebot, das auch was wert ist. Dazu gehören für uns eine vollständige Lernmittelfreiheit und der Verzicht auf sämtliche Studiengebühren statt der Mogelpackungen der Jamaika-Koalition, bei denen die Eltern am Ende nur draufzahlen müssen. Dazu gehören für uns moderne Schulen mit zeitgemäßen Bildungsangeboten, insbesondere ein auswahlfähiges Angebot an echten gebundenen Ganztagsschulen. Dazu gehört für uns, dass an allen weiterführenden Schulen jeder Bildungsabschluss bis zum Abitur möglich sein muss. Und für uns gehört ein gesetzlich festgelegter Klassenteiler dazu, der ein modernes Lernklima erst möglich macht. Darüber wollen wir in den kommenden Wochen mit den Menschen im Land diskutieren."
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: SPD Saar.

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