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Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e.V.

Diakonie zur Hartz-IV-Reform

27.09.2010 / 12:37. Diakonie hofft auf Erfüllung der Versprechen zur Bildungsgerechtigkeit für Kinder "Das Ergebnis der Neuberechnung ist insgesamt enttäuschend. Es ist für uns fraglich, ob die Vorschläge von Frau von der Leyen die Forderungen des Bundesverfassungsgerichtes nach einer sach- und realitätsgerechten Ermittlung der Regelsätze von Hartz-IV erfüllen", so äußerte sich der hannoversche Diakonie-Direktor Christoph Künkel als stellvertretender Sprecher der Diakonie in Niedersachsen (DiN) skeptisch. "Unsere Erfahrungen in der Beratung der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen zeigen, dass die pauschalierten Annahmen in keiner Weise ausreichen. Somit bleiben die von Armut betroffenen Menschen weiterhin benachteiligt."


Im Hinblick auf die Kürzung der Zuwendungen für Alkohol und Tabak sagte Künkel: "Auch arme Menschen haben ein Recht darauf, dass in ihren Leben hin und wieder Annehmlichkeiten vorkommen. Wie muss sich ein Arbeitsloser fühlen, wenn er nach dem Fußballtraining mit seinen Freunden kein Bier mehr trinken kann?"

Künkel begrüßte demgegenüber das vorgesehene Bildungspaket, das zusätzlich als Sachleistung für Kinder und Jugendliche gewährt werden soll. "Als Diakonie setzen wir uns dafür ein, dass Kinder durch Sachleistungen nicht stigmatisiert werden. Eine Bildungschipkarte muss dies gewährleisten. Das Stuttgarter Modell könnte dabei ein Vorbild für den städtischen Bereich sein. Im ländlichen Bereich muss auf alle Fälle auch die Frage der Mobilität Berücksichtigung finden. Wir begrüßen es, wenn sich die Vertreter von Bund, Länder und Kommunen hierzu in einen konstruktiven Dialog begeben. Als Wohlfahrtsverband wird sich die Diakonie mit ihren Kompetenzen gerne mit einbringen."

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e.V..

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