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DFG fördert Projekt der Universitäten Marburg und Erfurt
01.06.2010 / 10:05. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert für die Dauer von drei Jahren ein von Prof. Dr. Thorsten Bonacker, Universität Marburg, und Prof. Dr. André Brodocz, Universität Erfurt, geleitetes Forschungsprojekt zur „Institutionalisierung von Deutungsmacht durch internationale Administrationen in Postkonfliktgesellschaften“. Durch die Förderung der DFG können zwei Mitarbeiter bezahlt werden, darüber hinaus stehen Sachmittel in Höhe von etwa 45.000 Euro zur Verfügung.In dem am Marburger Zentrum für Konfliktforschung angesiedelten Projekt wird untersucht, inwieweit es UN-geführten Administrationen gelingt, in Nachkriegsgesellschaften als legitime Regierung anerkannt zu werden. Insbesondere soll dabei an Fallstudien zu den UN- Verwaltungen in Kambodscha und im Kosovo die Transformation politischer Autorität auf nationale und lokale Institutionen analysiert werden, die notwendig ist, um nicht den Eindruck von Fremdherrschaft entstehen zu lassen und um einen stabilen Frieden zu gewährleisten. Durch eine Längsschnittanalyse des institutionellen Übergangssprozesses, der bis in die Gegenwart reicht, soll das Vorhaben einen theoretischen und für die Praxis der Konfliktregelung wichtigen Beitrag zur Erforschung der Erfolgsbedingungen internationaler Administrationen in Nachkriegsgesellschaften liefern.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: idw Informationsdienst Wissenschaft.

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