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Planungsverband Ballungsraum Frankfurt / Rhein-Main
Deutsche Bundesbank erhält bike + business Award 2010
30.04.2010 / 06:34. Der Hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Dieter Posch, hat der Deutschen Bundesbank am Donnerstagabend den diesjährigen bike + business Award überreicht. Den Preis erhalten Unternehmen und Kommunen, die ein besonders fahrradfreundliches Umfeld für ihre Mitarbeiter geschaffen haben. Der Preis wird vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Hessen und dem Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main in Kooperation mit der Frankfurter Rundschau vergeben. Bundesbank-Personalvorstand Dr. Rudolf Böhmler nahm die mit einem Elektrofahrrad der Firma Riese und Müller dotierte Auszeichnung im Rahmen des ersten "bike + business"-Kongresses entgegen, zu dem der Planungsverband und der ADFC Hessen in die Frankfurter Commerzbank-Zentrale geladen hatten.Innerhalb von nur vier Jahren hat die Deutsche Bundesbank den Anteil ihrer Mitarbeiter, die das Fahrrad für den Weg zur Arbeit nutzen, von sechs auf zwölf Prozent verdoppelt. Ein wesentlicher Grund: Seit 2004 beteiligt sich das Institut an bike + business, einem Projekt, das der ADFC Hessen und der Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main seit 2002 gemeinsam entwickelt haben. Das Projektbüro berät Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter motivieren möchten, vom Pkw aufs Fahrrad umzusteigen. Geeignete Maßnahmen sind beispielsweise Einrichtungen am Betriebsgelände (wie moderne Fahrradständer oder Duschen), Aktionstage und gezielte Kommunikationsmaßnahmen sowie verkehrsbezogene Verbesserungen für Radfahrer. Bislang zählen zwölf Unternehmen und fünf Kommunen im Rhein-Main-Gebiet zu den Projektpartnern. Mit seinem systematischen und umfassenden Projektansatz nimmt bike + business für Ballungsräume in Deutschland eine Pionierfunktion ein.
Die Deutsche Bundesbank verdiente sich den bike + business Award 2010 durch eine Vielzahl von Aktivitäten: Das Institut erweiterte und modernisierte Fahrradabstellanlagen, stellte Garderobenspinde und Duschen für Rad fahrende Mitarbeiter bereit und hält sogar Fahrradwerkzeug für kleinere Reparaturen vor. Das Unternehmen beteiligte sich am "Runden Tisch Radverkehr" der Stadt Frankfurt. Die Kommunikation der positiven Aspekte des Radfahrens und der Verbesserungen der fahrradbezogenen Infrastruktur erfolgt regelmäßig in der Hauszeitschrift und im Intranet. Bereits seit fünf Jahren veranstaltet das Unternehmen einen Fahrrad- und Mobilitätstag, die sechste Auflage findet in diesem Jahr sogar als Fahrrad- und Mobilitätswoche statt. Während dieser Zeit bietet die Kantine ein sogenanntes "bike + business"-Menu an. Die Bundesbank ruft bundesweit ihre Beschäftigten zur Teilnahme an der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" auf. Zur Steigerung der Teilnehmerzahlen werden intern Preise unter den teilnehmenden Mitarbeitern der Bank verlost.
Für Unternehmen und Kommunen, die diesen Weg erst noch beschreiten wollen, veranstalteten ADFC und Planungsverband den ersten "bike + business"-Kongress unter dem Motto "Zeit, in die Gänge zu kommen". Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verbänden beleuchteten Aspekte wie Klimaschutz, Gesundheit oder modernes Personalwesen und richteten den Blick in eine fahrradfreundliche Zukunft. ADFC-Landesvorsitzender Volkmar Gerstein: "Unser Ziel ist es, das klimafreundliche, gesundheitsfördernde, kostengünstige und individuelle Verkehrsmittel Fahrrad als festes Element des Gesamtverkehrs zu verankern. Wir werden daher unsere Projektarbeit in der Rhein-Main-Region fortsetzen und sie auf weitere hessische Regionen ausdehnen."
Die Vorteile eines erhöhten Radverkehranteils liegen auch für Verbandsdirektor Heiko Kasseckert vom Planungsverband klar auf der Hand: "Das Fahrrad trägt als Bestandteil eines modernen, integrierten Verkehrssystems zur nachhaltigen und stadtverträglichen Mobilität bei. Es bewirkt damit vor allem in verdichteten Räumen wie der Rhein-Main-Region eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit des gesamten Verkehrssystems."
Als Schirmherr des Projekts bike + business sieht Wirtschaftsminister Dieter Posch eine gelungene Verbindung von Ökologie und Ökonomie: "bike + business kombiniert persönlichen und gesellschaftlichen Nutzen mit dem Nutzen für innovative und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen: gesündere Beschäftigte, Reduzierung von Parkraumkosten, Imagegewinn. Deshalb habe ich gerne die Schirmherrschaft des Projekts übernommen."
Wichtige Unterstützung erfährt bike + business auch durch seinen Medienpartner Frankfurter Rundschau. Die Tageszeitung begleitet die Fortschritte des Projekts seit Jahren in ihrer Berichterstattung und veröffentlicht anlässlich des ersten "bike + business"-Kongresses eine deutschlandweit erscheinende Sonderbeilage.
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Planungsverband Ballungsraum Frankfurt / Rhein-Main.

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