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SPD-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein

Das Unrecht in der Fürsorgeerziehung weiter aufarbeiten

18.05.2010 / 14:54. Zur Eröffnung der Wanderausstellung „Fürsorgeerziehung“ heute im Landeshaus erklärt der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Baasch:

Die ehemalige Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht startete mit dem Runden Tisch in Schleswig-Holstein eine Initiative, um das Unrecht in der Fürsorgeerziehung der Nachkriegszeit bis in die siebziger Jahre gemeinsam mit den Trägern und den betroffenen Menschen aufzuarbeiten. Im Mittelpunkt stand neben der Aufarbeitung eine öffentliche Entschuldigung der Ministerin bei den ehemaligen Heimkindern.


Die Initiative wurde von anderen Bundesländern und auf Bundesebene aufgegriffen. Die Aufarbeitung der Geschichte der Heimerziehung war und ist wichtig, denn jahrzehntelang wurde das an den Heimkindern verübte Unrecht verdrängt, totgeschwiegen oder verharmlost.

Schleswig-Holstein hat hier als Vorreiter wertvolle Arbeit geleistet; diese muss weitergeführt werden. Vor allem auf Bundesebene liegen noch keine abschließenden Ergebnisse vor. Ehemalige Heimkinder warten immer noch auf eine vollständige Anerkennung ihrer leidvollen Geschichte und auf Entschädigung.

Die Wanderausstellung – die ebenfalls auf Anregung von Gitta Trauernicht erarbeitet wurde - dokumentiert anschaulich, wie es den „Fürsorgezöglingen“ in den Heimen in Schleswig-Holstein ergangen ist. Um das Bewusstsein darüber zu stärken, wünschen wir uns nicht nur viele Besucherinnen und Besucher im Landeshaus, sondern hoffen, dass die Ausstellung auch an den Orten gezeigt wird, an denen es Heime gab, in denen junge Menschen Unrecht erlitten.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: SPD-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein.

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