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Daniel Richters Abschied besorgniserregendes Signal für Hamburger Kultur
20.06.2010 / 08:16. Die Hamburger FDP sieht im Hamburg-Abschied des weltberühmten Malers Daniel Richter einen Verlust mit besorgniserregender Signalwirkung. Dr. Anna Gosche, kulturpolitische Sprecherin der Hamburger Liberalen:"Richter nimmt als freier Künstler kein Blatt vor den Mund und kritisiert bei Senatorin Frau von Welck `Machtgier und Inkompetenz`. Mit dieser zugegeben heftigen Kritik steht der Maler mittlerweile aber nicht allein dar. Es ist höchste Zeit, dass Frau von Welck endlich die Zeichen der Zeit erkennt und in Hamburg wieder die Entwicklung eines unabhängigen, kreativen Klimas zulässt. Ein Klima, das Künstler wieder nach Hamburg zieht und nicht vertreibt!Ë›
Jetzt habe neben Jonathan Meese und Christian Jankowski auch Daniel Richter Hamburg verlassen. Das sollte der Senatorin endlich Anlass zum Umdenken geben. Kunst und Kultur gediehen nur staatsfern, so Dr. Gosche. Zudem sollte in Hamburg nicht mehr nur in Hochkultur investiert werden. Ein künstlerisch fruchtbarer Humus mit selbst verantworteten, urbanen Kreativräumen wie dem Gängeviertel sei für eine funktionierende Kulturszene mindestens genauso wichtig wie die Elbphilharmonie, führt Dr. Gosche weiter aus.
Dr. Gosche stützt zudem Richters Einschätzung, dass der rein ökonomische Betrachtungswinkel von Kultur und Kreativität am Wesen der Kunst und des Künstlers vorbei geht. Deshalb müsse nach den bisherigen Erfahrungen auch die steuergeldfinanzierte Kreativagentur unter Regie der Hamburger Kulturbehörde aufgelöst werden. Das neue Lenkungsorgan der Senatorin für die Hamburger Kulturzukunft sei völlig überflüssig.
Dr. Gosche: "Kunst braucht Freiheit. Machen Sie der Kunst den Weg frei, Frau Senatorin, anstatt den Künstlern Reservate und Regeln zuzuweisen!"
Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: FDP Landesverband Hamburg.

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