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Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Crafoord Symposium würdigt Tübinger Paläontologen Westphal und Seilacher

08.06.2010 / 13:32. Das diesjährige Crafoord-Symposium des Instituts für Geowissenschaften der Universität Tübingen steht am Freitag, dem 11. Juli 2010, im Zeichen zweier verdienter Tübinger Paläontologen: Im Rahmen eines Festkolloquiums werden der 80. Geburtstag von Prof. Frank Westphal und der 85. Geburtstag von Prof. Adolf Seilacher gefeiert. Sie werden gewürdigt von dem früheren Tübinger Prof. Volker Mosbrugger, Generaldirektor des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums, Frankfurt, und Dr. Hans Hagdorn vom Muschelkalkmuseum Ingelfingen. Außerdem halten weltweit anerkannte Paläontologen Festvorträge: Dr. Axel Hungerbühler, Mesalands Community College, Tucumcari, New Mexico, spricht über "Die letzten ihrer Art: Die Wirbeltierfauna der obersten Trias im Südwesten der USA", Dr. Eberhard Frey, Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe, über "Pterosaurier, Hightech im Mesozoikum."


Beide Jubilare haben die Entwicklung des Tübinger Institutes für Geologie und Paläontologie über Jahrzehnte maßgeblich mit geprägt. Beispielsweise initiierten sie das Forschungsprogramm "Fossil- Lagerstätten" bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das weltweit Beachtung fand und in den Sonderforschungsbereich "Paläo-Ökologie" mündete. Prof. Frank Westphal hat als Schüler von Prof. Georg Wagner maßgebliche Arbeiten zur regionalen Geologie und Paläontologie von Südwestdeutschland durchgeführt. Bis heute engagiert er sich mit naturkundlichen Exkursionsführungen im ganzen Land.

Prof. Adolf Seilacher war Schüler von Prof. Otto H. Schindewolf, und trat nach Professuren in Frankfurt, Bagdad und Göttingen 1964 seine Nachfolge in Tübingen an. Er hat mehrere Rufe an verschiedene, auch ausländische Universitäten abgelehnt und ist Tübingen bis zu seiner Emeritierung 1990 treu geblieben, hatte aber gleichzeitig von 1987 bis 2009 einen Lehrstuhl an der Yale University in den USA inne. Er wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, u.a. 1992 mit dem dem Nobelpreis gleichgestellten schwedischen Crafoord Preis. Aus den Mitteln dieses Preises initiierte er 1995 die Wanderausstellung "fossil art", die inzwischen weltweit auf Reisen ist. Aus der Dotierung des Crafoord- Preises finanziert Seilacher auch das Crafoord Symposium, das in diesem Jahr zum 13. Mal stattfindet.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

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