Hauptnavigation Untermenü

Um Ihnen künftig einen noch besseren Service anbieten zu können, konzentriern wir uns derzeit auf eine größere Umstrukturierung. Freuen Sie sich auf ein frisches Layout, mehr Nachrichten und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen ab 2011!

CDU Rheinland-Pfalz

CDU und Kirchen fordern Ausbau von deutschsprachigem Islamunterricht

17.06.2010 / 09:59. Für ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Einrichtung des Islamunterrichts an rheinland-pfälzischen Schulen haben sich die Präsidenten der Evangelischen Kirchen und die CDUCDU Rheinland-Pfalz bei einem gemeinsamen Spitzentreffen in Mainz ausgesprochen.

An dem Informationsaustausch nahmen Kirchenpräsident Dr. Volker Jung (Ev. Kirche Hessen-Nassau), Kirchenpräsident Christian Schad (Ev. Kirche der Pfalz), Oberkirchenrätin Karin Kessel (Ev. Kirche der Pfalz), Oberkirchenrat Klaus Eberl (Ev. Kirche im Rheinland) sowie Kirchenrat Dr. Jochen Buchter und Kirchenrat Wolfgang Schumacher teil. Von Seiten der CDU waren die Spitzenkandidatin Julia Klöckner, der Landes-und Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf, der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion Hans-Josef Bracht, die stellvertretenden Fraktionsvorsitzende Marlies Kohnle-Gros und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und CDU-Generalsekretär Dr. Josef Rosenbauer zum Gespräch gekommen. Auf der Tagesordnung standen die Themen islamischer Religionsunterricht und die zukünftige Finanzierung kirchlicher Kindergärten und Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz.


Als „Chance zur nachhaltigen Integration und als Ausdruck von Toleranz und Respekt zwischen den Weltreligionen“ befürworteten CDU-Spitze und Kirchenpräsidenten den Ausbau des islamischen Religionsunterrichts in Rheinland-Pfalz unter den gleichen Bedingungen wie den Unterricht der anderen Religionen. Notwendig dafür seien ein festes Curriculum, ein Unterricht in deutscher Sprache und die Ausbildung entsprechender Lehrer an deutschen Hochschulen. Die Gesprächsteilnehmer befürworteten auch Überlegungen, einen Lehrstuhl für Islamwissenschaften an einer rheinland-pfälzischen Universität einzurichten oder Kooperationen mit bereits bestehenden Lehrstühlen in anderen Ländern auszubauen. Entsprechende Beispiele gäbe es in Baden-Württemberg und Hessen.

Dabei betonte die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner und der CDU Landes- und Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf, dass die bisherigen Pilotprojekte in Rheinland-Pfalz, wie beispielsweise in Ludwighafen-Pfingstweide, zwar begrüßenswert seien, ein Gesamtkonzept seitens der Landesregierung aber nicht ersetzen könnten. In dieser Hinsicht, so Klöckner und Baldauf, zeige die Landesregierung auch keinerlei Perspektiven auf. Dies könne zur Folge haben, dass eine unsachliche Vermischung der islamischen Konfessionen (Sunniten, Alewiten, Schiiten) stattfinde und die Konfessionalität des Religionsunterrichts im Land insgesamt geschwächt werde. Gleichzeitig lehnten die Kirchenvertreter und die CDU die Einführung eines unspezifischen Fachs „Religionskunde“ 
ab. Religionsunterricht könne nicht wie ein Bauchladen funktionieren, so Julia Klöckner, bei dem alles und nichts vermischt werde und der Staat letztlich doch die Inhalte dabei bestimme.

Die massiven Finanzprobleme der Landeskirchen im Bezug auf die Unterhaltung und den Ausbau der Kindertagesstätten bildeten einen weiteren Schwerpunkt der Gespräche. So würden zur Zeit 20 Prozent des Etats der verschiedenen Landeskirchen für die Unterhaltung der Kindertagesstätten nach den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben eingesetzt. Dies sei auf Dauer von Seiten der Kirchen so nicht mehr tragbar. Insbesondere der neue Rechtsanspruch für Kinder unter drei Jahren mache weitere zusätzliche Investitionen notwendig. Gleichzeitig sorgten die hohen Standards für zusätzliche Kosten. Zudem, so Kirchenpräsident Christian Schad (EKP), gestalte sich die Unterstützung der Öffentlichen Hand seht unterschiedlich, da die evangelischen Kirchengemeinden als Träger der Kindergärten mit ihrer jeweiligen Kommune entsprechend verhandeln müsste.

Beide Seiten plädierten dafür, zur Sicherung der Finanzausstattung der Kindertagesstätten einen Runden Tisch zwischen Kirche und Politik einzurichten, an dem die Vertreter der großen christlichen Konfessionen gemeinsam mit den Verantwortlichen über die Zukunft der Finanzierung der Kindertagesstätten und Einsparmöglichkeiten diskutieren sollten. Auch die entsprechenden Standards müssten auf den Prüfstand, so CDU und Evangelische Kirche.  Beide Seiten vereinbarten, die Gespräche bei regelmäßigen Treffen auszubauen.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: CDU Rheinland-Pfalz.

Bookmark and Share



Die beliebtesten Artikel des Tages



Kommentare zu diesem Artikel

Schreiben Sie den ersten Kommentar!