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DEBRIV Bundesverband Braunkohle

Bundes- und Landesregierung würdigen Beitrag der Braunkohle zur Volks- und Energiewirtschaft

17.05.2010 / 17:26. Für die Bundesregierung bleibt Kohle in der Stromversorgung unverzichtbar. Auf Stein- und Braunkohle werden nach der Ansicht von Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Homann auch künftig mehr als 40 Prozent der inländischen Stromerzeugung beruhen. Für die Nutzung der Braunkohle spricht, so Homann auf dem Braunkohlentag 2010 in Halle an der Saale weiter, dass sie „heimisch, subventionsfrei und bezahlbar ist“. Die Bundesregierung verfolge das Ziel, bis 2030 etwa 30 Prozent des inländischen Stromverbrauchs auf Basis erneuerbarer Energien zu erzeugen. Es sei jedoch eine Illusion zu glauben, erneuerbare Energien könnten die gesamte Stromerzeugung abdecken. Die Bundesregierung wolle zudem, dass Deutschland ein Industriestandort bleibe, was ohne bezahlbaren Strom so gut wie unmöglich sei. Braunkohle sei ein wesentlicher Garant dafür, dass es gegenwärtig und in Zukunft in Deutschland Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen gebe. Für die Bundesregierung, so der Staatssekretär, „gibt es keinen Systemkonflikt zwischen Kohle und erneuerbaren Energien“. Allerdings dürfe man „wachsende Akzeptanzprobleme gegenüber der Kohle in der Gesellschaft nicht übersehen“, was sich als Risikofaktor für die dringenden Modernisierungs- und Neubauvorhaben darstelle.


Homann verwies darauf, dass Kohle bis 2030 voraussichtlich die gleiche Bedeutung wie das Mineralöl für die Weltenergieversorgung haben und die mit Abstand wichtigste Verstromungsenergie sein werde. Vor diesem Hintergrund und weil die Bundesregierung einen globalen Klimaschutz für alternativlos halte, zähle die Entwicklung, Erprobung und Umsetzung der CCS-Technik zu den wichtigsten Klimavorsorgestrategien. Homann appellierte an Kraftwerksbauer und -betreiber, dafür zu sorgen, dass sich der Wirkungsgradverlust durch die CO2-Abscheidung auf einen Wert „unter 10 Prozent“ zubewege. Die Bundesregierung werde den in der vergangenen Legislaturperiode nicht mehr verabschiedeten Entwurf für ein CCS-Gesetz noch vor der Sommerpause durch die Ressortabstimmung bringen, sicherte Homann zu. Der neue Gesetzentwurf werde die Demonstrationsphase stärker betonen. Bürgern und Kritikern des Transports und der Speicherung von Kohlendioxid „müssen durch überzeugende Demonstrationsprojekte schrittweise Ängste und Vorbehalte genommen werden, sagte Homann. Hinsichtlich Haftung und Genehmigung enthalte der alte Gesetzentwurf „eigentlich alles Notwendige“, meinte Homann. Das CCS-Gesetz werde wie das angekündigte, stimmige Energiekonzept der Energiewirtschaft „Sicherheit und Orientierung“ bieten, erklärte Homann auf dem Braunkohlentag. Das Bundeswirtschaftsministerium werde insbesondere die Nutzung der erneuerbaren Energien „mit ökonomischer Analyse“ begleiten.

Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, verwies auf die geologischen Möglichkeiten seines Bundeslandes, Kohlendioxid einzulagern und drängte auf die schnelle Verabschiedung des CCS-Gesetzes. Nach Ansicht des Ministerpräsidenten ist auch in Zukunft die Grundsicherung der Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe undenkbar aber ohne technischen Fortschritt auch undurchführbar. Sachsen-Anhalt habe in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf der Grundlage des Rohstoffs Braunkohle einen beispiellosen Aufschwung erlebt. Auch in Zukunft wolle das Bundesland Braunkohle als Verstromungsenergie und möglichst auch als Rohstoff für die chemische Industrie nutzen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IGBCE), Ulrich Freese, warnte vor der Gefahr, dass der europäische Emissionshandel ab 2013 die Wettbewerbsfähigkeit der Braunkohle in der Stromerzeugung bedrohe. Braunkohle sei für Deutschland „ein Rohstoff für Generationen,“ dessen Gewinnung und Verwendung erhalten bleiben müsse.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Meldung: DEBRIV Bundesverband Braunkohle.

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